Dramatische Zustände bei der BayernLB: Die Staatsbank braucht mindestens zehn Milliarden Euro - der jüngste Rettungsplan für die Bank ist gefährdet.
Die Finanznot der Bayerischen Landesbank (BayernLB) nimmt dramatische Ausmaße an: Die Staatsbank braucht mindestens zehn Milliarden Euro, der jüngste Rettungsplan für das Institut gerät in Gefahr. Womöglich kann nur noch eine gemeinsame Hilfsaktion von Freistaat, Bund und EU die BayernLB stützen.
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BayernLB in Not: Die Lage beim angeschlagenen Institut droht außer Kontrolle zu geraten. (© Foto: dpa)
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Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) unterrichtete den Vorstand der CSU-Landtagsfraktion über die Lage bei der Landesbank, die außer Kontrolle zu geraten droht. Seehofer sprach davon, dass ein "zweistelliger Milliardenbetrag" notwendig sei, um die Bank zu retten.
Vor einem Monat hatte die BayernLB ihren Finanzbedarf noch mit 6,4 Milliarden Euro beziffert. Der November müsse für die Bank "katastrophal" verlaufen sein, hieß es aus dem CSU-Fraktionsvorstand.
Der Plan der Staatsregierung, das Institut alleine zu retten, also ohne Hilfe des Bundes und der Europäischen Union (EU), sei jetzt akut gefährdert. Seehofer wolle noch diese Woche mit der Fraktion über das weitere Vorgehen beraten. Die CSU-Abgeordneten seien vorsorglich gebeten worden, sich den Freitagvormittag für eine Sondersitzung freizuhalten.
Aus dem Fraktionsvorstand hieß es weiter, Finanzminister Georg Fahrenschon sei diese Woche bei der EU-Kommission in Brüssel vorstellig geworden, um über die Rettung der BayernLB zu verhandeln. Die EU soll staatliche Garantien für die Bank genehmigen.
Schonkur für die Sparkassen
Die Krise der Landesbank stürzt den Freistaat in immer größere Nöte. Nach den jüngsten Plänen der neuen Regierung aus CSU und FDP soll das Land die notwendigen Mittel für die Bank ohne Hilfe des Bundes aufbringen. Die Sparkassen, die bislang ebenso wie der Freistaat 50 Prozent an der Landesbank halten, sollen geschont werden.
Der Freistaat hat vor, die BayernLB mehrheitlich zu übernehmen und mit dem nötigen Kapital auszustatten. Anschließend ist vorgesehen, das Institut zu sanieren und ab 2011 nach und nach zu verkaufen. Mit den Privatisierungserlösen sollen dann Kredite in Milliardenhöhe getilgt werden, die der Freistaat aufnehmen will, um die Bank zu retten. Dieser Plan soll am Samstag beschlossen werden. Ob es dazu kommt, ist nach Einschätzung in CSU-Kreisen jetzt sehr fraglich.
Lesen Sie weiter, warum sich die Situation im November drastisch verschlimmert hat.
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Machtkampf in der Linken
Werter User,
da viele Artikel laufend aktualisiert werden, muss sich der Erstellungszeitpunkt ebenfalls immer wieder ändern. Somit kann es vorkommen, dass ein Artikel neuer erscheint als manch einer der dazugehörigen Kommentare.
Beste Grüße,
Ihr Moderator
Vergessen wir nicht, dass die Bayern-Banker, wie alle anderen den Zuspruch ihrer Regierungen hatten. Geld ohne den Finger krumm zu machen reizt in München und Stuttgart wie in Berlin. Diesen Reiz versprühte die "Wallstreet" und legte die Grundlage für "Verbrennung in großen Anlagen". Jetzt zieht man am besten die Lederhose verkehrt rum an, denn der Durchfall wird anhalten. Die amerikanischen Bankpleiten sind gerade erst eröffnet.
Wüsste gerne, wie es geht, einen am 26.11.2008 um 20:08 Uhr online gestellten Artikel schon am 26.11.2008 um 19:02:31 Uhr zu kommentieren.
der FDP zu diesem famosen Koalitionspartner.
Das Kreditvolumen der Bayrischen Landesbank betrug in 2007 246 Mrd Euro. Der Preisverfall von Immobilien in den USA liegt meines Wissens bei max. 20%. Um also 10 Mrd zu verlieren, muss die Landesbank 50 Mrd. in entsprechende Anleihen gesteckt haben. Das wären 20% des Kreditvolumens auf ein "Pferd gesetzt".
Höflich ausgedrückt verstößt soviel Blauäugigkeit gegen die rudimentärsten betriebswirtschaftlichen Vorsichtsmaßnahmen.
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