Im Juni schien der Warenhauskonzernes Karstadt in letzter Sekunde gerettet zu sein, doch nun läuft schon wieder ein Überlebenskampf gegen die Uhr. Die Regierung schaltet sich sich ein.
Im Ringen um die Rettung der Karstadt- Warenhäuser wird die Zeit knapp. Eine Einigung zwischen dem Käufer Nicolas Berggruen und dem Vermieterkonsortium Highstreet steht noch aus.
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Sie ist Voraussetzung, dass am 10. August das Insolvenzgericht dem Insolvenzplan zustimmt. Die Verhandlungen über die Mietkonditionen für die von Karstadt genutzten Gebäude haben noch zu keinem Ergebnis geführt, teilte ein Highstreet-Sprecher mit.
Bis zum 28. Juli will Highstreet zu einer internen Einigung kommen. Die Vermieter sollen Forderungen von Berggruen erfüllen. Es geht um Mietbedingungen und eine Aufteilung von Karstadt in drei Gesellschaften.
Mit den Berggruen-Forderungen sind nicht alle Beteiligten auf Vermieterseite einverstanden. Dazu gehört die Essener Valovis Bank. Sie gehört dem Karstadt-Pensionsfonds und hatte Highstreet 850 Millionen Euro geliehen.
Einzelverkauf droht
Die Bank würde sich mit den Berggruen-Forderungen arrangieren, wenn sie ihr Geld frühzeitig zurückbekommt. Bislang ist aber niemand gefunden, der den Kredit ablöst.
Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) versucht als Vermittlerin eine Einigung zwischen den Parteien zu beschleunigen. Nach Angaben ihres Sprechers gab es auch in den vergangenen Tagen Kontakte zu den Verhandlungsparteien, und es werde weitere geben, hieß es .
Ohne eine Einigung zwischen den Parteien bleibt der Kaufvertrag unwirksam. Karstadt droht dann der Einzelverkauf der Häuser.
Einer der Investoren bei Highstreet, Maurizio Borletti, fordert von Berggruen Zugeständnisse. Der Bild-Zeitung sagte Borletti: "Ich glaube, Herr Berggruen will Karstadt aufteilen und stückweise verkaufen. Den Erlös von 250 bis 300 Millionen Euro will er einstecken, statt ihn wieder in die Warenhäuser zu investieren. Somit würde er das Drei- bis Vierfache seines Investments rausholen."
Hoher Kaufpreis, hohe Mieten
Bisher seien es nur Vermieter, Mitarbeiter und Lieferanten, die den Hauptbeitrag zur Sanierung leisten sollen. Berggruen verweigere auch immer noch eine Garantie, dass er den Konzern zumindest in den nächsten fünf Jahren zusammenhalten wolle.
Der Käufer Nicolas Berggruen ist Privatinvestor. Der Vermieter Highstreet, dem 86 der 120 Karstadthäuser gehören, ist ein Konsortium. Eine Partei besteht aus dem Whitehallfonds unter Führung von Goldman Sachs, die zweite Partei steht unter Führung der Deutschen Bank mit den weiteren Investoren Generali, Pirelli und Borletti.
Sie hatten vor Jahren die Immobilien für mehrere Milliarden Euro gekauft und an den Handelskonzern zurückvermietet. Sowohl der Kaufpreis, der 4,5 Milliarden Euro betragen haben soll, als auch die Mieten werden von Branchenkennern als sehr hoch bewertet.
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(sueddeutsche.de/dpa/pak)
Machtkampf in der Linken
... mal in der Düsseldorfer Graf-Recke-Straße bei Middelhof ein richtig schönes Haberfeldtreiben ansetzen. Dieser Verbrecher hat das alles zu verantworten. Er hat die Karstadt-Immobilien – Eigentum seines Arbeitgebers! – an Highstreet verkauft, an dem er selbst maßgeblich beteiligt ist, und dann für 42 Millionen EUR/Monat zurückvermietet. Das nenn ich mal ein paar wohlgeratene Maultaschen, oder verwechsel ich da was?
..Uschi braucht noch Punkte für die Merkel-Nachfolge...
"Sowohl der Kaufpreis, der 4,5 Milliarden Euro betragen haben soll, als auch die Mieten werden von Branchenkennern als sehr hoch bewertet."
Oder wahr es nicht eher so, dass der Kaufpreis für Highstreet sehr NIEDRIG und die Mieten für Karstadt anschließend ungewöhnlich hoch waren.
Hier haben sich die Heuschrecken von Highstreet wohl verkalkuliert, als Sie dachten man könne die Karstadt-Kuh beliebig melken. Es ist jetzt grade ein schmerzhafter Erkenntnisprozess notwendig um zu erkennen dass Sie ihre überhöhten Mieten NIE bekommen werden.
Es wäre schade um Karstadt wenn die Spekulanten dass erst nach dem 28.Juli merken würden.