Plötzlich ist Argentinien ein ernstzunehmendes Ölland: In Patagonien hat der spanische Konzern Repsol ein Ölschiefervorkommen mit fast einer Milliarde Barrel Öl entdeckt. Doch so leicht kommt man an das schwarze Gold nicht heran.
In der toten Kuh liegt die Zukunft der argentinischen Energieversorgung. "La vaca muerta" nennen die Argentinier das Becken, in dem der spanische Repsol-Konzern nach eigenen Angaben Ölschiefer entsprechend einer Menge von mehr als 900 Millionen Barrel Öleinheiten entdeckt hat. Damit hat er seine dortigen auszubeutenden Vorkommen verdoppelt. Ein Barrel entspricht etwa 159 Litern.
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Arbeiter in der argentinischen Provinz Neuquén bei der Ölerkundung. Dort hat der Konzern Repsol jetzt Ölschiefer mit bis zu einer Milliarde Barrel zu förderndem Schieferöl entdeckt. (© REUTERS)
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Argentinien spielt bisher keine Rolle im internationalen Ölhandel. Bisher produziert das Land weniger als ein Prozent des weltweiten Rohstoffs. Jetzt aber könnte das Land zu einem Ölexporteur werden, sagte ein Repsol-Sprecher. Bei dem Fund in der Region Loma de la Lata handle es sich um den bedeutendsten in der Unternehmensgeschichte. Das Unternehmen habe die Schürfrechte für 12.000 der 30.000 Quadratkilometer in dem Becken in der Provinz Neuquén im nördlichen Patagonien.
An die riesigen Vorkommen an Ölschiefer beziehungsweise Schieferöl heranzukommen, ist jedoch schwierig: Das Gestein muss unterirdisch aufgesprengt werden. Eine Methode dafür ist Hydrofracking, bei dem Wasser mit großem Druck unter die Erde geschossen wird. Kritikern zufolge werden dabei große Mengen an Kohlendioxid freigesetzt. In einem Gutachten für das Europäische Parlament wiesen Wissenschaftler in diesem Jahr zudem darauf hin, dass diese Fördermethode durch Umweltauflagen verteuert werde - zumindest bei den strengen Vorschriften in Europa.
In Lateinamerika steigt der Energiebedarf in Folge des starken Wirtschaftswachstums. Gleichzeitig sinkt die Ölförderung in anderen Staaten des Kontinents. Der Fund dürfte Argentinien zu einem der weltweit führenden Förderer von Ölschiefer machen. Aus dem schwefelhaltigen Gestein kann Öl gewonnen werden. Wenn der Weltmarktpreis für Erdöl steigt, lohnt sich die aufwendige Abbau von Ölschiefer und die Förderung und Extraktion von Schieferöl.
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(dpa/AFP/jab/aum)
Machtkampf in der Linken
dann kann ich mir ja endlich einen SUV kaufen.
Aber seit dem 2. Weltkrieg käme keiner auf die Idee das wirklich nutzen zu wollen.
Canada ist ein anderes Land mit Ölschiefervorkommen. Die Gewinnung des Öls ist allerdings noch aufwendiger als aus den Ölsanden. Seit dem Beginn der kommerziellen Ölgewinung wurde immer wieder versucht auch Ölschiefer kommerziell abzubauen. Letztendlich ist es eine Frage des Preises. Steigt der Ölpreis weiter, dann wird eines Tages auch der Abbau von Ölschiefer wirtschaftlich möglich.
Übrigens, der Fund in Patagonien ist dem Repsol-Konern auf seiner eigenen Homepage keine Meldung wert.
zufaellig in dem Gebiet in welchem sich seit paar Jahren juedische Organisationen grosse Landflaechen kaufen, auch mit dem Hintergrund dass der Israel eventuell nicht ewig bestehen wird?
Wann ist ein Ölfeld riesig? Wenn es die Welt gute zehn Tage mit Öl versorgen kann? Täglich verbrauchen wir 85Mio. Barrel Öl!
Paging