Hoher Ölpreis, Immobilienkrise und Rekordinflation: Die US-Wirtschaft hat deutlich an Schwung verloren, wie der aktuelle Bericht der US-Notenbank zeigt. So schnell wie möglich soll nun das milliardenschwere Konjunkturprogramm auf den Weg gebracht werden.

Die US-Wirtschaft hat zu Jahresbeginn an Tempo verloren. Während Konsumenten sich im Weihnachtsgeschäft zurückhielten, litten die Unternehmen an einer schwachen Nachfrage nach Autos und Baumaterialien. Dies geht aus dem jüngsten Konjunkturbericht, dem so genannten Beige Book, der US-Notenbank hervor.

Gespanntes Starren auf die Aktienkurse; Reuters

Gespanntes Starren auf die Aktienkurse: Die schwächelnde US-Konjunktur führt zu Nervosität an den Finanzmärkten. (© Foto: Reuters)

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Die Abschwächung am Häusermarkt und die verschärften Kreditbedingungen beeinflussen offensichtlich das Verhalten sowohl von Unternehmen als auch von Verbrauchern und machten diese vorsichtiger.

Die US-Wirtschaft sei zuletzt gewachsen - allerdings mit einem schwächeren Tempo.

Zuletzt hatte eine Reihe von Konjunkturdaten und ein enttäuschender Arbeitsmarktbericht für den Monat Dezember eine Abkühlung der US-Wirtschaft signalisiert.

Düstere Aussichten für 2008

Mit Blick auf die Verbraucher berichteten die meisten Distrikte von verhaltenen Ausgaben im Weihnachtsgeschäft und schwachen Autoverkäufen. "Das Feiertagsgeschäft ist insgesamt enttäuschend verlaufen", heißt es in dem Bericht.

Die Aussichten für den Einzelhandel im Jahr 2008 bleibt düster. Auf Unternehmensseite habe es eine ausgeprägte Schwäche im Hausbausektor und in der Automobilindustrie gegeben.

Der Häusermarkt bleibe ziemlich schwach, heißt es im Beige Book. Die Verkaufszahlen von Häusern blieben niedrig und die Bestände an nicht verkauften Häusern blieben auf historischen Höchstständen.

Banken berichten über eine reduzierte Kreditvergabe an Unternehmen und Verbraucher. Die Kreditbedingungen seien verschärft worden. In mehreren Distrikten der Fed sei es zu gestiegenen Kreditausfällen gekommen.

Viele Unternehmen hätten jedoch von einem wachsenden Exportgeschäft berichtet. Der schwache Dollar mache importierte Waren aus Europa und Japan teurer und führe so zur Importsubstitution.

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