Rezeptänderung nach Kundenprotesten Maker's Mark schämt sich für gestreckten Whisky

Whisky im Glas (Symbolbild)

(Foto: iStockphoto)

Der Bourbon mit dem roten Wachssiegel wird doch nicht milder: Maker's Mark wollte seinen Whisky wegen zu großer Nachfrage verwässern. Jetzt ist die Idee dem Konzern peinlich.

Mit einer solchen Reaktion hatten die Verantwortlichen bei Maker's Mark offenbar nicht gerechnet. Auf die Ankündigung, den Alkoholgehalt in ihrem Whisky senken zu wollen, brach eine Welle der Entrüstung über das Unternehmen herein. Maker's Mark wollte seinen bekannten Bourbon mit dem roten Wachssiegel am Flaschenhals mit Wasser strecken, um die steigende Nachfrage befriedigen zu können. Der Alkoholgehalt wäre somit von 45 auf 42 Prozent sinken. Diese Entscheidung hat der Konzern aber nun zurückgenommen.

In einer Mitteilung an die Kunden schreibt Maker's Mark:

Since we announced our decision last week to reduce the alcohol content of Maker's Mark in response to supply constraints, we have heard many concerns and questions from our ambassadors and brand fans. We're humbled by your overwhelming response and passion for Maker's Mark. While we thought we were doing what's right, this is your brand - and you told us in large numbers to change our decision. You spoke. We listened. And we're sincerely sorry we let you down.

Der Alkoholgehalt soll nun wieder auf 45 Prozent hochgefahren werden, so wie der Whisky schon seit 1958 verkauft wird. Statt den Drink zu verwässern, will Maker's Mark, das zum Unternehmen Beam gehört, nun seine Kapazitäten ausbauen.

Rückblickend ist Bill Samuels Jr., dem langjährigen Chef von Maker's Mark, die Sache sehr unangenehm. "Wir sind auch etwas beschämt, wie dumm wir waren", sagte er in einem Interview. Die wenigen Flaschen, die bereits mit dem geringeren Alkoholgehalt produziert wurden, würden vermutlich als Sammlerstücke enden, fügte sein Sohn Rob hinzu, der das Unternehmen inzwischen leitet. So kann Maker's Mark den Patzer zumindest als kleinen Marketinggag verbuchen.

Linktipp: Bourbonomics 101 im Wonkblog - what the Maker's Mark dilution debacle says about corporate strategy. "The problem is that Beam Inc., the parent company of Maker's Mark, has crafted a role for Maker's as one of its 'power brands,' along with the likes of Jim Beam bourbon, Sauza tequila and Courvoisier cognac."