Die Deutsche Bahn hat ihrem Aufsichtsrat nach Informationen von sueddeutsche.de die besten Unternehmenszahlen seit der Gründung der DB AG im Jahre 1994 vorgelegt - und kommt so ein gutes Stück in Richtung Börsengang voran.
2006 machte der Staatskonzern fast 2,5 Milliarden Euro Gewinn, beinahe doppelt so viel wie im Jahr zuvor. Damals betrug das Ebit (Gewinn vor Zinsen und Steuern) noch 1,35 Milliarden Euro.
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Der Profit fällt somit noch höher als vor einigen Wochen von Vorstandschef Hartmut Mehdorn angedeutet. Mit den endgültigen Zahlen will Mehdorn nach der Aufsichtsratssitzung am kommenden Mittwoch in Berlin in die Öffentlichkeit gehen.
Nach Angaben aus dem Kontrollgremium stieg der Umsatz um fast 20 Prozent auf 30 Milliarden Euro. Der größte Teil des Zuwachses resultiert aus der Übernahme von Transport- und Logistikfirmen. Ohne diesen Effekt hätte das Plus immerhin noch fast acht Prozent betragen.
Auch die Zahl der Fahrgäste in den Zügen ist gestiegen, um knapp vier Prozent auf 1,85 Milliarden Kunden. Das sind rund fünf Millionen Reisende pro Tag. Vor allem auch wegen der Fußball-Weltmeisterschaft seien mehr Tickets verkauft worden, erfuhr der Aufsichtsrat.
Der Personenverkehr in den Zügen und Bussen der Bahn macht nach Angaben aus dem Kontrollgremium nur noch 38 Prozent des Umsatzes aus. 57 Prozent steuert der Bereich Transport und Logistik bei. Hier macht sich der von Mehdorn betriebene Umbau der DB AG von einer nationalen Eisenbahn zu einem globalen Frachtkonzern immer mehr bemerkbar. Inzwischen erlöst die DB bereits jeden dritten Euro mit Geschäften außerhalb Deutschlands; 2005 stammte noch jeder vierte Euro aus dem internationalen Geschäft.
Bei der Verschuldung sind die Zahlen allerdings kaum besser geworden. Sie liegt immer noch bei knapp 20 Milliarden Euro, nur knapp 100 Millionen Euro weniger als 2005.
2007 werden Umsatz und Gewinn nach Einschätzung der Konzernspitze nicht mehr so stark zulegen wie im vergangenen Jahr. Beim Umsatz werde mit einem Plus von drei Prozent gerechnet, verlautet aus dem Aufsichtsrat. Auch der Gewinn werde weniger stark steigen. 2006 habe es einmalige Effekte in Höhe von mehreren hundert Millionen Euro gegeben, die 2007 fehlten. Außerdem gebe es diverse Risiken, beispielsweise die Energiepreise.
Mit den Rekordzahlen komme die DB AG ein gutes Stück in Richtung Börsengang voran, heißt es aus dem Aufsichtsrat. Mehdorn und die Bundesregierung wollen den Staatskonzern, der sich gegenwärtig noch vollständig im Besitz des Bundes befindet, teilweise privatisieren.
(sueddeutsche.de)
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Interessante Informationen eines Unternehmens, das vor diesem Hintergrund leider (immer noch) zu wenig Flexibilität und Service für Fahrgäste bietet. Was hat der "gemeine Reisende" von "tollen Zahlen", wenn die Züge immer noch gleich lang sind und auf die anscheinend gestiegene Nachfrage nicht mit mehr Plätzen reagiert wird?
30 Milliarden Umsatz, davon 38% durch Passagiere. Sind 11,4 Milliarden. Das sind dann pro Passagier nur 6,17 Umsatz?
15,5 Cent pro Personenkilometer Umsatz (laut Wikipedia im Schnitt 40,7km pro Fahrt). Das klingt plausibel.
2005 war der Reingewinn aus DB Regio 554 Millionen hoch. Dabei haben die Länder 67% zum Umsatz (vermute ich mal) zugezahlt.
Regionalverkehr könnte also gut 500 Millionen Euro billiger sein?
Marktbeobachtend folgend verfährt - welch eine zweideutig treffende Bezeichnung - die Deutsche Bahn AG.
Verweise hier auf den Brief eines ehemaligen(?) engagierten Mitarbeiters der Deutschen Telekom AG:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/artikel/864/106758/