Rekord auf dem Arbeitsmarkt Erwerbstätigkeit erreicht neuen Höchststand

Der wirtschaftliche Aufschwung hat den deutschen Jobmarkt beflügelt. In Deutschland arbeiten so viele Menschen wie noch nie. Und sie konsumieren kräftig: Der Handel meldet Rekordumsätze.

Der wirtschaftliche Aufschwung hat den deutschen Arbeitsmarkt beflügelt. Die Erwerbstätigkeit erreicht einen neuen Höchststand. Im vergangenen Jahr übersprang die Zahl der Erwerbstätigen erstmals die 41-Millionen-Marke, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Dabei sei die Anzahl der Vollzeitstellen stärker angestiegen als Teilzeitarbeit wie zum Beispiel Mini-Jobs.

Im Jahresdurchschnitt 2011 waren nach den Angaben rund 41,04 Millionen Menschen, die ihren Wohnort in Deutschland haben, erwerbstätig. Damit wurde der bisherige Höchststand des Vorjahres nach den vorläufigen Berechnungen nochmals deutlich um 535.000 Menschen oder 1,3 Prozent übertroffen. Die Statistiker führen diese positive Entwicklung auf den seit zwei Jahren anhaltenden Wirtschaftsaufschwung zurück.

Positiv habe zudem gewirkt, dass die Zahl der Erwerbstätigen im Jahr 2009 trotz des durch die Finanzkrise ausgelösten Einbruchs der Wirtschaftsleistung in Deutschland stabil geblieben war.

Die gute Stimmung schlägt auch auf den Konsum durch. Die deutschen Verbraucher haben 2011 laut einer Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) so tief in die Tasche gegriffen wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Der private Verbrauch sei inflationsbereinigt um mindestens 1,2 Prozent gestiegen, hieß es in einem am Montag veröffentlichten Konjunkturbulletin des DIHK. Vor allem die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt habe den privaten Verbrauch gestützt. Zudem habe sich der Anstieg der Verbraucherpreise im späteren Verlauf des Jahres 2011 wieder verlangsamt.

Auch für die kommenden Monate erwartet der DIHK eine positive Entwicklung an den Ladentheken. Bei den Einzelhändlern überwiegen demnach nach wie vor die optimistischen Geschäftserwartungen.

Allerdings habe sich die Stimmung aufgrund der zu erwartenden Abkühlung der konjunkturellen Entwicklung zuletzt etwas eingetrübt. So erwartet beispielsweise die deutsche Tourismuswirtschaft nach einem "Top-Sommer" nur noch leichte Zuwächse in der Wintersaison.