Ein Kommentar von Thorsten Riedl

Die Gewinne der Telekom werden nicht versiegen - selbst mit regulierten Preisen für Hochgeschwindigkeits-DSL nicht.

Fast könnte man Mitleid bekommen mit Kai-Uwe Ricke. Der Chef von Europas größtem Telefonkonzern hat gerade erst zum fünften Mal in Folge ein gestiegenes Quartalsergebnis für sein Unternehmen verkünden können.

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Die Schuldenlast des Ex-Monopolisten fiel von 61,1 Milliarden Euro auf 40,8 Milliarden. Dennoch klagt Ricke und verlangt nach einer Ausnahme seines geplanten Hochgeschwindigkeitsnetzes von der Regulierung durch die Bundesnetzagentur.

Doch Deutschland wird nicht zurückfallen, wie von Ricke befürchtet, wenn er mit seinem Ansinnen keinen Erfolg hat. Längst investieren die Wettbewerber ebenfalls kräftig in ihre Infrastruktur, um Tempo beim Internet zu machen.

Die Telekommunikationsfirmen hoffen allesamt auf das Geschäft mit Fernsehen, Telefonieren und Surfen im Web über ihre Breitband-Netze. Auch die Kabelbetreiber wollen sich da das Heft nicht aus der Hand nehmen lassen. Sie starten Internet-Offerten aus der TV-Dose, die teils schneller und günstiger als Vergleichbares aus dem Telekommunikationslager sind.

Die lachenden Sieger des Wettbewerbs sind die Kunden: Sie profitieren von stark fallenden Preisen für Internet-Anschlüsse. Und die Gewinne der Telekom werden nicht versiegen - selbst mit regulierten Preisen für Hochgeschwindigkeits-DSL nicht.

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(SZ vom 10.11.05)