Reaktor Angra in BrasilienWir bauen uns ein Atomkraftwerk

Die Katastrophe im japanischen Meiler Fukushima-1 besiegelte in Deutschland das Ende der Atomenergie. Doch andere Länder setzen weiter auf Atomkraft. In einer paradiesischen Gegend Brasiliens wird nun ein deutsches Kraftwerk gebaut, das 30 Jahre als Bausatz eingelagert war.

Von Oliver Hollenstein, Angra dos Reis

Die Katastrophe im japanischen Meiler Fukushima-Daiichi (1) besiegelte in Deutschland das Ende der Atomenergie. Während die deutschen Reaktoren abgeschaltet werden, setzen andere Länder aber weiter auf Atomkraft. In Brasilien wird nun ein deutsches Kraftwerk gebaut, das 30 Jahre als Bausatz eingelagert war.

Costa Verde, die grüne Küste, nennen die Einheimischen den Landstreifen, der sich von Rio de Janeiro nach São Paulo am Atlantik erstreckt. Hier liegt die Hafenstadt Angra dos Reis. Ein Paradies mit malerischen Stränden. Selbst im Winter fällt die Temperatur selten unter 20 Grad. Und der perfekte Ort, um die beiden Metropolregionen und ihre 30 Millionen Einwohnern mit Strom zu versorgen. Mit Atomstrom.

11. März 2013, 12:062013-03-11 12:06:04 © Süddeutsche.de/jab