Der CDU-Politiker Merz ist als neuer Führungschef der RAG-Kohlestiftung gehandelt worden - doch Bundesregierung und Gewerkschaft kommentierten den Vorschlag eilig als "absurd".

Der ehemalige CDU-Fraktionschef Friedrich Merz hat nach Angaben aus Kreisen der Bundesregierung und der nordrhein-westfälischen Landesregierung keine Chancen, Vorsitzender der geplanten RAG-Kohlestiftung zu werden.

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Berichte über eine führende Rolle des CDU-Politikers bei der Stiftung seien "absurd" und "abwegig", sagten am Montag mit dem Vorgang vertraute Personen in Berlin und Düsseldorf. Merz sei auch der Gewerkschaft IG BCE nicht vermittelbar.

Das Handelsblatt hatte zuvor unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, Merz sei als Kandidat im Gespräch. Die offenen Personalien an der Spitze der geplanten RAG-Kohlestiftung sollen rasch geklärt werden.

Voraussichtlich am Mittwoch soll der Kohle-Gipfel in Berlin erneut zusammentreten. Dabei solle die Satzung der Stiftung verabschiedet werden, hatte es geheißen.

Auch wolle die nordrhein-westfälische Landesregierung, die RAG-Chef Werner Müller als künftigen Stiftungsvorsitzenden blockiert hatte, dann oder spätestens in der Folgewoche einen eigenen Kandidaten für den Stiftungsvorsitz vorstellen.

Die Stiftung soll bis zum Ende des Monats gegründet werden. In sie sollen die Milliarden aus dem für kommendes Jahr geplanten Börsengang der rentablen Sparten der RAG fließen. Mit dem Geld soll sie die Folgekosten des Bergbaus decken.

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(sueddeutsche.de/Reuters)