Der ursprüngliche Antrag auf eine 50-Millionen-Euro-Staatsbürgschaft scheiterte am Dienstag. Eine Bürgschaft setzt voraus, dass ein fertiges, belastbares, von einem unabhängigen Wirtschaftsprüfer testiertes und durchfinanziertes Konzept für die Fortführung des Unternehmens vorliegt. Das zu erstellen war für den Quelle-Insolvenzverwalter jedoch in den wenigen Tagen unmöglich. Also beantragte er einen Massekredit.
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Voraussetzung dafür ist, dass das Ausfallrisiko von Bund und Land bei null liegt. Als Sicherheiten bot Insolvenzverwalter Görg nach SZ-Informationen die Erträge aus der Betriebsfortführung von Quelle. Ebenso jene Gelder, die Valovis im erwähnten "Hold-Back"-Topf zurückhält. Valovis ist damit dem Vernehmen nach einverstanden. Doch all das reicht dem Bundesfinanzministerium nicht aus. Es hat Nachbesserungen verlangt.
Wird der Massekredit nicht bewilligt, droht Quelle binnen weniger Tage das endgültige Aus. Dementsprechend angespannt verfolgt man die Verhandlungen. Man drängt die Politik auch aus Angst, dass die Kunden angesichts einer längeren Hängepartie sich selbst dann von Quelle abwenden, wenn der Kredit bewilligt wird. Seit der Insolvenz ist das Bestellvolumen bei Quelle bereits um knapp 15 Prozent zurückgegangen.
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(SZ vom 27./28.06.2009/as/mel)