Gustav Schickedanz

Am Anfang steht ein Streit im fränkischen Fürth. Kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs ist dort ein Herr namens Gustav Schickedanz beim Kurzwarengrossisten Otto Lehnert eingestiegen - erst als Mitarbeiter, später als Teilhaber. Doch die beiden können sich nicht über die richtige Strategie einigen. Schickedanz will seine Waren verkaufen, indem er per Post Preislisten an potentielle Kunden verschickt; Lehnert lehnt das ab. Also gründet Schickedanz (im Bild eine Aufnahme aus den sechziger Jahren) in der Fürther Moststraße 35 eine eigene Firma, die "Kurzwaren en gros". Vier Jahre später tauft er das Unternehmen in "Quelle" um - ein Schritt, der die Wirtschaft in Deutschland mehr als 80 Jahre lang prägen sollte.

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19. Oktober 2010, 14:38 2010-10-19 14:38:48  © sueddeutsche.de/aum/mel