SZ: Will PSA ein globaler Konzern werden?
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Streiff: Nein. Unser Ziel ist es, in Europa Nummer zwei zu bleiben. Wir lernen jeden Tag, besser zu werden und gegen den Volkswagen-Konzern zu kämpfen, der eindeutig Marktführer ist.
SZ: Könnten Sie besser gegen VW bestehen, wenn PSA mehr mit anderen Autoherstellern kooperieren würde?
Streiff: Wahrscheinlich ja.
SZ: Könnte PSA noch mehr Motoren an BMW liefern?
Streiff: Darüber diskutieren wir. Wir sprechen mit BMW und Ford und mit allen unseren Kooperationspartnern.
SZ: Gibt es Ergebnisse?
Streiff: Wir haben von Mitsubishi den Vierradantrieb für unsere SUV übernommen. Hier in Genf haben wir nun eine Absichtserklärung über Elektrofahrzeuge unterschrieben.
SZ: Wie weit fortgeschritten sind die Gespräche mit BMW?
Streiff: Es sind normale Gespräche unter Firmen, die bei technischen Themen zusammenarbeiten.
SZ: Erhöht die Absatzkrise den Druck zu solcher Zusammenarbeit?
Streiff: Das schon. Aber darüber möchte ich nichts sagen.
SZ: Was halten Sie von einer rein französischen Kooperation mit Renault?
Streiff: Die halte ich für ausgeschlossen. Renault hat schon vor zehn Jahren einen anderen Weg eingeschlagen mit Nissan, später mit Avtovaz und Oyak. Eine engere Zusammenarbeit würde uns nicht viel bringen. Wir haben nach Gründung der Allianz von Renault und Nissan die Zahl gemeinsamer Projekte verringert.
SZ: Mehrere Staaten wollen der Autoindustrie mit Abwrackprämien helfen. Bringt das viel?
Streiff: Abwrackprämien sind etwas, was funktioniert, um die Märkte einigermaßen zu stabilisieren. Das klappt gut in Frankreich, Deutschland und Italien, also in Länder, in denen der Absatz nicht so stark abgestürzt ist wie in Spanien, wo die Verkäufe um die Hälfte wegbrachen.
SZ: Entfachen die Abwrackprämien mehr als nur ein Strohfeuer?
Streiff: Die Abwrackprämie ist ein gefährliches Werkzeug. Die Zeit nach ihrem Auslaufen wird nicht einfach. Dann droht ein Gegeneffekt. Man muss schon heute daran denken, wie man aus dieser besonderen Situation wieder herauskommt. Wir haben den Regierungen in den Staaten mit Abwrackprämien versprochen, sie umgehend zu unterrichten, wenn der Markt sich wieder belebt. Dann sollte man die Prämie schnell verringern oder ganz abschaffen.
SZ: Bekanntlich gibt es in der Automobilindustrie weltweit erhebliche Überkapazitäten. Wäre angesichts dieser Situation eine Abwrackprämie für Autofabriken sinnvoll?
Streiff: (lacht laut) Zu viele Autofabriken gibt es in der Tat. Die Frage ist, wie man sich anpasst. Besteht die Überkapazität aus einer zu großen Zahl an Werken oder ist die Kapazität pro Werk zu groß? Wir bei PSA Peugeot-Citroën gehen seit zwei Jahren den Weg, die Kapazität in jedem Werk ganz klar zu reduzieren, sie anzupassen an die aktuelle Situation. Das erscheint mir sinnvoller, auch im Hinblick auf die Lieferanten.
SZ: Die haben sich oft in der Nähe der Autowerke angesiedelt.
Streiff: Ja, so zerstören wir keine intakten Strukturen. Ein Werk zu verkleinern geht schneller als es zu schließen und es tut weniger weh. Die fast zwei Milliarden Euro, die wir innerhalb eines Jahres gespart haben, sind das Äquivalent von etwa zehn Werksschließungen. Das ist enorm. Auch wenn viele in der Autoindustrie davon sprechen: die Schließung von Werken ist der falsche Weg.
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(SZ vom 06.03.2009/tob)
Über Geschmack lässt sich bekanntlich vortrefflich streiten. Das die Franzosen in Blech gebackener Sondermüll seien, ist ja weitestgehend bekannt unter der deutschen vw/bmw/daimler usw. geprägten Autofahrergemeinde. Das Gleiche gilt wohl in regelmäßigen Abständen für Koreaner, Japaner, Italiener. Jedem seine Meinung, würde ich sagen, aber sehen wir das mal nicht zu eng.
Bin seit 15 Jahren Schweber (für die Nichteingeweihten Citroenist) und hatte noch keinen Grund zu Klage.
"Die Welt braucht schöne Autos" - zweifelsohne, stellt sich nur die Frage, wann sie bei Pegeout und Co. endlich beginnen welche zu bauen? Französische Autos sind einfach nur grässlich und haben ungefähr das gleiche Image wie Tütensuppen.