Mediaset, der Konzern des ehemaligen italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi, ist im Verkauf um die größte deutsche Sendergruppe aus dem Rennen.
Mediaset, der größte italienische Medienkonzern, sei aus der Liste der Bieter um die deutsche ProSiebenSat1-Gruppe ausgeschlossen worden, teilte Mediaset am Donnerstag mit.
Berlusconis Mediaset wurde von der Bieterliste um ProSiebenSat1 gestrichen. (© Foto: Reuters)
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Erst am Dienstag hatten die Italiener bekannt gegeben, ein unverbindliches Angebot für ProSiebenSat.1 abgeben zu wollen.
Zahlreiche Bedenken
Nach Bekanntwerden des Interesses regte sich in Deutschland Widerstand. Der Journalistenverband kritisierte Berlusconis Umgang mit der Pressefreiheit in seinen italienischen TV-Sendern.
Auch der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Wend machte Bedenken geltend: "Mein Vertrauen in den Mediaset-Konzern ist sehr begrenzt", sagte er dem Handelsblatt.
Allerdings sei das Vorhaben der Italiener aus kartellrechtlicher Sicht "leider unproblematisch".
Bereits vor der offiziellen Bekanntgabe des Interesses berichtete die Tageszeitung Corriere della Sera, Berlusconi hätte Interesse am Erwerb von 50,5 Prozent der ProSiebenSat1-Gruppe. Den Wert der Anteile bezifferte die Zeitung mit bis zu drei Milliarden Euro.
Der größte deutsche TV-Konzern ist bisher mehrheitlich im Besitz einer Investorengruppe um den US- Milliardär Haim Saban. Mehrere weitere Interessenten bemühen sich um den Kauf. (dpa/sueddeutsche.de)
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