Der neue Mehrheitsgesellschafter der ProSiebenSat.1 Media AG, Haim Saban, fordert ein Werbeverbot für ARD und ZDF. Es gebe in Deutschland ein unverständliches "Ungleichgewicht" zwischen den öffentlich-rechtlichen und den privaten Sendern, sagte der US-Unternehmer.
ARD und ZDF bekämen aus den Rundfunkgebühren ohnehin bereits 6,5 Milliarden Euro pro Jahr, so Saban auf den Münchener Medientagen. Die Werbeeinnahmen der privaten Fernsehsender betragen nach Angaben Sabans insgesamt lediglich 4 Milliarden Euro.
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Saban glaubt an den Aufschwung
Allein mit den zusätzlichen Werbeeinnahmen von ARD und ZDF ließen sich 20 private Sender finanzieren, rechnete der US-Amerikaner vor. Zugleich betonte Saban, dass er an einen wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland glaube.
Dies sei jedoch ein Marathonlauf und kein Sprint. Falls sein Engagement bei der Sendergruppe ProSiebenSat.1 Fortschritte mache, sei er zu weiteren Investitionen in Deutschland bereit. Dadurch könnten dann auch neue Arbeitsplätze entstehen.
(sueddeutsche.de/dpa)