Es sei nun "unbedingt erforderlich", Desertec in das Energiekonzept 2050 einzubinden, das die Bundesregierung noch im September vorlegen will. Das Konzept soll einen Rahmen für die Energiepolitik der nächsten Jahrzehnte liefern.

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Doch bislang sei äußerst fraglich, ob Desertec darin überhaupt vorkomme, verlautet aus Kreisen des Konsortiums. Die Bundesministerien für Umwelt und Wirtschaft wollten sich am Donnerstag nicht zu den Angaben äußern. Für Desertec wäre das ein herber Rückschlag. Denn längst sind internationale Konkurrenzprojekte angestoßen.

Vor allem Frankreich prescht mit politischer Unterstützung voran. "Französische Unternehmen haben unter der Leitung des staatlich geführten Stromkonzerns EDF ein eigenes, sehr vergleichbares Industriekonsortium namens Transgreen gegründet", warnt der Desertec-Chef in dem Schreiben. Dies dokumentiere, dass das internationale Interesse an der Erschließung erneuerbarer Energien in der Mittelmeerregion sehr groß sei.

Im Klartext: Die Konkurrenz wächst. Auch die beteiligten deutschen Großunternehmen sind deshalb alarmiert und erhöhen den Druck auf die Bundesregierung: "Wir gehen davon aus, dass der mögliche Beitrag von erneuerbaren Energien aus der Region Nordafrika und Mittlerer Osten im bis 2050 reichenden Energiekonzept berücksichtigt wird", heißt es aus der Zentrale eines Großkonzerns.

"Schließlich bietet kein anderes Projekt vergleichbare Chancen."

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  1. Schatten vor der Sonne
  2. Sie lesen jetzt Die Konkurrenz wächst
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(SZ vom 27.08.2010/pfau)