Prognose für die deutsche Wirtschaft Euro-Krise hat in Deutschland Verspätung

Wie wird sich die deutsche Wirtschaft im kommenden Jahr entwickeln? Das Ifo-Institut geht davon aus, dass die Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise hierzulande erst mit einiger Verzögerung zu spüren sein werden. Doch im Frührjahr soll schon wieder alles gut sein.

Die schlechte Nachricht zuerst: Die deutsche Wirtschaft schrumpft im Winter. Der aktuellen Konjunkturprognose des ifo-Instituts zufolge sinkt das Bruttoinlandsprodukt hierzulande im vierten Quartal um 0,3 Prozent. Doch die gute Nachricht ist: Schon im Frühjahr soll der Spuk auch wieder vorbei sein - mit einer "ausgewachsenen Rezession" sei nicht zu rechnen, sagen die ifo-Forscher. "Getragen von der Binnennachfrage dürfte die Konjunktur im kommenden Jahr wieder an Fahrt gewinnen, sofern die Europäische Schuldenkrise nicht erneut eskaliert."

Die Euro-Krise ist auch der Grund dafür, dass die Forscher ihre Prognose im Vergleich zum Sommer gesenkt haben. Die Krise habe Deutschland später getroffen als zunächst angenommen, "und zwar im laufenden Winterhalbjahr statt im vergangenen Sommer".

Im ersten Quartal 2013 soll die deutsche Wirtschaft wieder um 0,2 Prozent wachsen. "Im weiteren Verlauf des kommendes Jahres dürfte der Aufschwung wieder einsetzen." Für das Gesamtjahr 2013 - ebenso wie für 2012 - erwarten die Forscher ein Plus von 0,7 Prozent.

Auf dem Arbeitsmarkt wird der leichte Aufschwung aber noch nicht zu spüren sein: Das ifo-Institut erwartet 2013 einen Anstieg der Arbeitslosigkeit im Jahresschnitt um 60.000 auf 2,96 Millionen.