Der Markt für Bio-Lebensmittel hat sich zu einem milliardenschweren Geschäft ausgewachsen - doch die deutschen Bauern können die begehrte Ware nicht im gewünschten Umfang liefern.
Bio-Lebensmittel aus deutscher Produktion werden nach Branchenangaben immer knapper. Es gebe eine "zunehmende Schere zwischen Nachfrage und Versorgung", sagte der Vorsitzende des Fachverbands Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW), Felix Prinz zu Löwenstein, am Dienstag in Berlin.
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Es werde immer deutlicher, dass auf dem Markt "tatsächlich Knappheit herrscht." Damit ergebe sich eine widersprüchliche Situation: "Wir haben Höhenflüge beim Marktwachstum und gleichzeitig einen historischen Tiefstand bei den Zuwächsen ökologisch bewirtschafteter Fläche", fügte BÖLW-Geschäftsführer Alexander Gerber hinzu.
4,6 Milliarden Euro Umsatz
Der Markt verkaufter Produkte ist dem Verband zufolge um 18 Prozent auf einen Umsatz von 4,6 Milliarden Euro gewachsen. Gleichzeitig hätten die biologisch bewirtschafteten Anbauflächen nur um 2,3 Prozent zugenommen.
Für die Entwicklung sei großteils die Politik der Bundesländer verantwortlich: Viele Landesregierungen hätten die Fördermittel für die Umstellung auf ökologischen Landbau stark zurückgefahren oder ganz eingestellt.
So hätten nur vier Länder zwischen 2004 und 2007 durchgängig den Umstieg gefördert, sagte BÖLW-Vorstandsmitglied Thomas Dosch. Dies bereitete umstellungswilligen Bauer aber Schwierigkeiten: Sie dürfen ihre Produkte erst nach drei Jahren auch "Bio" nennen.
(AFP)
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Ich kann jeden den Film Farmer John - MIt Mistgabel und Federboa empfehlen. Es ist eine Dokumentation eines Farmers in den USA bei Chicago, mit allen Auf und Abs, sehr fesselnd gefilmt, traurig und lustig zugleich.
Dieser Hof ist ein Beispiel dafür, wie biologischer Anbau auch funktionieren kann.
Wenn ich Bio lohnt, sollen die Bauern das Risiko eingehen, jeder andere Selbssttändige muss auch Risiken eingehen!
Dazu ist zu sagen das eine Stillegeung zum Teil auch ökologische Interressen verfolgt. Nur Weil das Produkt "biologisch" Hergestellt wurde sagt das noch lange nichts über den gesamten ökologischen Zusammenhang der Produktkette aus.
Freud?
Immer wird nach staatlicher Hilfe gerufen! Aber gleichzeitig schimpfen alle über die (Argrar-) Subventionen!
Warum haben die Bauern nicht den Mut, aus eigener Kraft umzustellen? Es gibt genügend Beispiele, die es erfolgreich geschafft haben. Jungunternehmer leihen sich auch Geld für die Anfangsphase!
Das Schlimme ist ja wahrscheinlich, dass ein konventioneller Landwirt mit stillgelegten Flächen mehr Hilfen kassiert, als ein aktiver Umsteller.
Wenn jemand einen Bauernhof zu verkaufen hat, bitte melden!