Weil die Molkereien beim Einzelhandel rund 15 Prozent höhere Milchabgabepreise durchgesetzt haben, dürften sich nach Expertenmeinung bald auch Käse und Quark verteuern.

Neben Trinkmilch werden bald auch andere beliebte Milchprodukte nach Expertenansicht für die Verbraucher teurer.

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Am Käsemarkt dürfte die Entwicklung "mittelfristig" vor allem bei fettarmen Sorten nicht spurlos vorübergehen, teilte die Zentrale Markt- und Preisberichtstelle der Agrarwirtschaft (ZMP) am Dienstag in Berlin mit.

Auch die Preise für Quark und Sahne würden anziehen, nachdem Butter bereits teurer geworden ist. Hintergrund sind rund 15 Prozent höhere Milchabgabepreise, die Molkereien in Verhandlungen mit dem Einzelhandel für dieses Jahr durchgesetzt haben.

Wie weit die Geschäfte dies an die Kunden weitergeben können, ist aber noch offen.

Sieben bis acht Cent mehr für den Liter Trinkmilch

Rechnerisch würde eine Verteuerung der Molkerei-Abgabepreise um 15 Prozent den Liter Trinkmilch im Laden um sieben bis acht Cent teurer machen, sagte ZMP-Abteilungsleiter Erhard Richarts.

Derzeit kostet der Liter je nach Fettgehalt und Anbieter zwischen 54 und 64 Cent. In den nächsten Monaten müsse nun beobachtet werden, in welchem Ausmaß die Verbraucherpreise steigen, da der Handel im harten Wettbewerb auch psychologisch wichtige Preisschwellen im Auge habe.

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