Die Milchindustrie hat neue Preiserhöhungen für Anfang September angekündigt. Nach Milch und Butter soll auch Käse künftig mehr kosten.
"Um ein bis eineinhalb Euro werden die Molkereien dann ihre Preise pro Kilo Käse anheben", sagte der Geschäftsführer des Milchindustrieverbandes, Eckard Heuser, dem Hamburger Abendblatt . Quark werde sogar um 53 Prozent teurer.
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Kosten künftig mehr: Milchprodukte (© Foto: dpa)
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Dem Bericht zufolge werden dies Verbraucher im Supermarkt zu spüren bekommen. "Die Preise für den Handel steigen deutlich, und die Kosten müssen an die Verbraucher weitergegeben werden", sagte Hubertus Pellengahr, Sprecher des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels.
Die Preise für Gouda und Edamer dürften laut der Zeitung an der Käsetheke pro 100 Gramm bis zu 15 Cent auf 1,14 Euro steigen. Noch teurer werde Quark. "Hier zahlt man für 500 Gramm Quark ab September 75 statt 49 Cent", sagte Milchindustrievertreter Heuser.
Grund dafür seien auslaufende Lieferverträge zwischen dem Einzelhandel und den Molkereien. Wegen der weltweiten Nachfrage und gestiegener Energiekosten verlangten die Molkereien höhere Preise.
Bereits im August waren Milch und Milchprodukte teurer geworden. So schnellte der Preis für ein Pfund Butter vielerorts von 79 Cent auf 1,19 Euro nach oben. Auch Trinkmilch wurde in Deutschlands Supermärkten meist deutlich teurer. Die Branche machte dafür unter anderem die gestiegene Nachfrage in Asien verantwortlich.
Das Statistische Bundesamt hatte am Montag mitgeteilt, der deutsche Export von Milchprodukten sei im ersten Halbjahr 2007 wegen der weltweit gestiegenen Nachfrage um gut ein Fünftel gestiegen.
Auch Kaffee und Brot wurden teurer. Zuletzt kündigte der Lebensmittelkonzern Nestlé an, wegen der hohen Milchpreise mittelfristig mehr Geld für Speiseeis zu verlangen.
(AP/AFP)
Ja, ich würde auch gerne mehr bezahlen. Aber nur, wenn das Geld auch an die Bauern weitergegeben wird. Dies ist hier nicht der Fall. Die Mehreinnahmen verdient der Handel, nicht der Bauer. Dem Handel kann ich nur sagen: "Milch und Milchprodukte sind für mich nicht lebensnotwendig. Ich kann mich in dessen Konsum einschränken. Wenn nun Milchprodukte nach dem Anstieg um 40% vor ein paar Wochen, nun nochmal um 50% zulegen, dann werde ich den Konsum um die Hälfte einschränken. Dann ist die Preiserhöhung für meinen Geldbeutel ±0.
Rechnung: z.B. Ware 1,00 Euro
Erhöhung 40%: 1,00 x 1,4 = 1,40 Euro
Erhöhung 50%: 1,40 x 1,5 = 2,10 Euro
Nötige Einschränkung: 1,00 / 2,10 = 0,476 = 47,6%
Jahrelang hat der deutsche Michel Lohndumping akzeptiert und gedacht es muß ja wieder aufwärts gehen. Alles was passiert ist, daß die Unternehmer größenwahnsinnig geworden sind und nur die Profitgier in die Höhe schnellt. Schön verar*cht...
Ich würde gerne für jedes landwirtschaftlich erzeugtes Produkt mehr bezahlen.
Wenn dafür im Gegegenzug sämtliche Subventionen für alle Branchen (inbesondere die für Bauern) gestrichen würden!!
Doch das wird nie passieren, weil deren Lobby viel zu groß ist und weil unsere Politiker alle dabei mitverdienen!
Doch wenn man hier nicht in der Lage ist, produktiv zu arbeiten, wird eben gejammert und dann gibt es wieder einen Dicken Nachschlag aus dem Subventionstopf!
überproduktion?
Na und, der Steuerzahler hats ja noch!