Ein Hotelzimmer auf dem VW-Werksgelände, ein Babyphon im Zimmer des Porsche-Chefs - fertig ist die Abhöraffäre. Die Staatsanwaltschaft sieht die Verschwörungstheorien skeptisch.

Ein Hotel auf dem VW-Werksgelände und ein vergessenes Babyphon im Zimmer des Porsche-Chefs Wendelin Wiedeking - fertig ist die Abhöraffäre. Die Staatsanwaltschaft, die sich mit dem Vorfall, der ein halbes Jahr zurückliegt, befassen soll, wiegelt ab. Das Babyphon sei nicht Teil einer Abhöraktion.

Die Staatsanwaltschaft hält das Babyfon für harmlos. (© Foto: dpa)

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"Das wirkt nicht wie ein großer Lauschangriff", sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Braunschweig am Montag. "Ich will das nicht bagatellisieren, würde es aber auch nicht zu hoch hängen wollen."

Seit Donnerstag vergangener Woche liege der Behörde eine Anzeige wegen Verletzung der Vertraulichkeit vor. Der Vorfall soll sich am 15. November vergangenen Jahres in einem Hotel auf dem VW-Werksgelände zugetragen haben, einen Tag vor einer Sitzung des VW-Aufsichtsrats.

"Der lange Zeitraum, der seitdem vergangen ist, erhöht nicht gerade unsere Ermittlungsmöglichkeiten, sagte der Behördensprecher. Es sei nicht ausgeschlossen, dass ein Gast das Gerät vergessen habe, sagte der Sprecher.

Medienberichten zufolge hatte eine Nachfrage in dem Hotel aber ergeben, dass über Wochen keine Familie in dem Zimmer gewohnt habe, die ihr Babyphon vergessen haben könnte. Das Babyphon sei offenbar vor Bezug der Suite durch Wiedeking gefunden worden, sagte der Sprecher. Wer auch immer versucht haben sollte, Interessantes vom Porsche-Chef zu erfahren - auf dem neuesten Stand der Technik war er nicht.

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(sueddeutsche.de/Reuters/jkr/tob)