Plus-Übernahme Gedrängel an der Resterampe
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Fünf Konzerne teilen die 378 Plus-Märkte unter sich auf: Rewe kauft die meisten, für einige Läden fand sich jedoch kein Abnehmer - sie müssen geschlossen werden.
In den Verhandlungen um den Verkauf von 378 Plus-Märkten ist eine Vorentscheidung gefallen. Nach Informationen der Süddeutschen Zeitung schnürt die Tengelmann-Gruppe als Eigentümer des Discounters mit der als Treuhänderin fungierenden Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte & Touche fünf Pakete.
Ob die Übernahme von Plus durch Edeka vom Kartellamt genehmigt wird, ist noch immer nicht klar.
(Foto: Foto: dpa)Die größte Zahl von Märkten geht demnach an die Kölner Rewe-Gruppe, ein kleineres Paket übernimmt die Discountkette Netto Stavenhagen, ein Ableger des dänischen Unternehmens Dansk Supermarked. Weitere Käufer sind zwei regional tätige Ketten. Trotz aller Bemühungen haben Tengelmann und Deloitte & Touche jedoch nicht für alle Plus-Märkte einen Interessenten gefunden.
Einige Filialen müssen geschlossen werden
Wie aus dem Umfeld der Unternehmen zu erfahren ist, hat sich eine zweistellige Zahl von Filialen als unverkäuflich erwiesen. "Es wird deshalb nicht ohne Schließungen gehen", sagt eine mit dem Vorgang vertraute Person.
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Der Verkauf der 378 Plus-Märkte ist die Voraussetzung dafür, dass das Kartellamt den im Frühjahr zunächst untersagten Verkauf der übrigen etwa 2500 Plus-Märkte an den größten deutschen Lebensmittelhändler Edeka genehmigt. Die Wettbewerbshüter hatten anderenfalls eine marktbeherrschende Stellung von Edeka befürchtet.
Schnäppchenpreise
Ob das nun von Tengelmann erarbeitete Modell den Segen des Kartellamtes erhält, ist jedoch keineswegs sicher. Denn die Behörde hatte gefordert, dass das Mülheimer Familienunternehmen die 378 Märkte nur an Dritte verkauft, die nicht mit Edeka in Verbindung stehen.
Der Hamburger Handelskonzern ist jedoch mit 25 Prozent an Netto Stavenhagen beteiligt. Diese Bindung müsste Edeka lösen. Netto Stavenhagen ist seit 1990 in Deutschland tätig und betreibt ein Netz von etwa 260 Märkten, vornehmlich in Ostdeutschland. Somit gilt das Interesse der Dänen in erster Linie den im Süden der neuen Bundesländer angesiedelten Plus-Märkten, von denen sich Tengelmann trennen muss.
Die übrigen zum Verkauf stehenden Filialen befinden sich in Niedersachsen, in der Region Straubing nördlich von München sowie im Breisgau um Freiburg.