Das Insolvenzverfahren für Arcandor wird gigantische Ausmaße annehmen: Bis zu 75.000 Gläubiger haben offenbar noch Forderungen offen.
Kurz nach der Eröffnung des Insolvenzverfahrens für Arcandor tritt das Ausmaß der Pleite immer deutlicher zu Tage. So erwartet Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg bis zu 75.000 Gläubiger. Allein für die Warenhauskette Karstadt rechne der Kölner Jurist mit rund 50.000 Gläubigern, schreibt die Tageszeitung Die Welt.
Bild vergrößern
Im Insolvenzverfahren für Arcandor sind die Gläubigerversammlungen für Ende November angesetzt. (© Foto: dpa)
Anzeige
Mitgerechnet sind dabei allerdings 28.000 Mitarbeiter, die aus der Zeit vor der Insolvenz Anfang Juni noch Forderungen gegen ihren Arbeitgeber haben.
Görg arbeitet bereits mit Hochdruck an einem Sanierungskonzept für die wichtigsten Arcandor-Töchter, den Kaufhauskonzern Karstadt und den Versandhändler Primondo mit dessen Tochter Quelle.
Vermieter müssen Beitrag leisten
Spätestens bis zu den in der ersten Novemberhälfte angesetzten Gläubigerversammlungen müssten die Gespräche abgeschlossen sein, sagte ein Sprecher Görgs.
Alle Beteiligten seien aufgefordert, Sanierungsbeiträge zu leisten. Dazu zählten neben den Beschäftigten auch die Vermieter der Warenhäuser. Dem Essener Amtsgericht wurden insgesamt 40 Anträge für Insolvenzverfahren von Arcandor-Gesellschaften vorgelegt.
- Arcandor: Madeleine Schickedanz Wenn einfach alles weg ist 02.09.2009
- Arcandor in der Insolvenz Pleite, Pech und Pannen 01.09.2009
- Arcandor Eick geht, nimmt und gibt Millionen 01.09.2009
- Neues Finanzpaket Hoffnungsschimmer für Quelle 31.08.2009
- Arcandor: Karl-Gerhard Eick Wohltäter auf Umwegen 28.04.2010
- Karstadt: Angebot von Triton Nur ein Versuchsballon 26.04.2010
- Karstadt: Interessent Triton Rettung mit Schweiß und Tränen 25.04.2010
(sueddeutsche.de/dpa-AFX/dpa/pak/tob)
Linke-Vize-Chefin Wawzyniak
Man liest hier öfters Middelhoff und Konsorten. Man sollte die anderen "Herren" im Vorstand mit erheblicher krimineller Energie auch mal nennen. Das haben sie verdient.
Ganz vorn zu nennen ist der ausgeschiedene Personalvorstand Mathias Bellmann.
Er wurde "ausgeschieden" weil er mit dem Siemens/AUB - Skandal in Verbindung gebracht wurde ( vornehm ausgedrückt ).
für die Quelle "hingeflossen"?
Wenn ich meiner Phantasie freien Lauf lasse, kommt mir eine seltsame Idee:
Die Kassen sind leer....
Der Chef möchte seine Abfindung....
Der Insolvenzverwalter möchte sicher sein daß er Geld bekommt.....
,,, und schon sind 50 Mio weg.
Aber wie gesagt, nur Phantasie!!
(denn man hört und liest nichts mehr von diesen 50 Mio )
Auch wenn Eicks Millionen unverdient sein sollten: Sie werden zumindest nicht aus der Insolvenzmasse bezahlt, sondern von Oppenheim.
Als der kam, gab es nichts mehr zu plündern. Das wußte er vermutlich vorher und hat sich seine Position, die da lautete ca. 1/2 Jahr Kopf hinhalten und dann m/m 4 Jahre bezahlten Urlaub von Sal. Oppenheim mit 15 Mios vergüten lassen.
Diese 15 Millionen sind allerdings nur ein kleiner Teil, den diese Bank in den letzten Jahren aus Arcandor rausgelutscht haben dürfte.
Arcandor wurde zuvor bereits von Middelhoff und Konsorten geplündert.
Blöd dass Eick schon alles geplündert hat.