Bisher hatte die Pin Group knapp 12.000 Mitarbeiter. Am 1. März wurden die Insolvenzverfahren eingeleitet -jetzt ist ein Viertel der Beschäftigten ohne Arbeit.
Das Überleben der Pin Group, mit ihren verbliebenen 8000 Mitarbeitern, hängt nun von Gesprächen mit drei Interessenten ab. Bis April soll eine Entscheidung fallen.
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Bei den Mitarbeitern von Pin geht die Angst vor dem endgültigen Aus um. (© Foto: AP)
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"Unser gemeinsames Ziel ist es, möglichst rasch eine Sanierung der Pin-Gruppe im Sinne einer 'großen Lösung' herbeizuführen", berichtete der Insolvenzverwalter der luxemburgischen Holding, Bruno Kübler. Der Konzern soll als Ganzes erhalten bleiben.
506 Arbeitsplätze wurden durch den Verkauf von zwei kleinen Töchtern an Investoren erhalten. 24 weitere Pin-Gesellschaften mit mehr als 4500 Beschäftigten haben einen Insolvenzantrag gestellt, die Verfahren sind aber noch nicht eröffnet. "Aktuell ist die Verunsicherung bei Mitarbeitern und Kunden wieder sehr groß", räumte Pin-Vorstand Horst Piepenburg in Köln ein.
Entscheidung zum Mindestlohn
Erfolg oder Misserfolg des Verkaufs hängt auch von einem Gerichtstermin ab: Am 7. März will das Verwaltungsgericht Berlin über den Mindestlohn verhandeln.
Pin war nach Einführung eines Mindestlohns in der Postbranche in Schwierigkeiten geraten. Der Mindestlohn war im vergangenen Jahr von Verdi und einem von der Deutschen Post dominierten Arbeitgeberverband ausgehandelt worden und lag unter dem Lohnniveau der Deutschen Post, aber über den Gehältern der Konkurrenten. Die Bundesregierung erklärte die Lohnuntergrenze anschließend für verbindlich für die gesamte Branche. Der Springer-Konzern als Mehrheitsgesellschafter drehte deshalb bei Pin kurz vor Weihnachten den Geldhahn zu.
Springer unter Druck
Der Verlag Axel Springer erwartet für das vergangene Jahr wegen des Pin-Engagements unter dem Strich ein Minus von 288 Millionen Euro, wie ein Sprecher mitteilte. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch ein Nettogewinn von 291 Millionen Euro verzeichnet. Schon im November hatte Springer mitgeteilt, dass das Pin-Engagement den Konzern mit Abschreibungen in Höhe von bis zu 620 Millionen Euro belasten könne. Springer steigerte im vergangenen Jahr seinen Umsatz ohne das Pin-Geschäft um 8,5 Prozent auf 2,58 Milliarden Euro.
Nur ein halbes Jahr zuvor hatte der Verlag einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag in weitere Pin-Anteile investiert. Den Insolvenzverwaltern zufolge hatte Springer sogar eine Expansion ins Ausland erwogen. Trotz der roten Zahlen sollen die Aktionäre des BerlinerVerlagshauses (Bild, Welt) eine auf vier (2006: 3,50) Euroje Aktie erhöhte Rekord-Dividende erhalten. Damit will Springer nach eigenen Angaben überschüssige Liquidität ausschütten.
Von der Dividende profitiert vor allem die Verlegerwitwe Friede Springer, die über 50 Prozent der Anteile hält. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) verbesserte Springer 2007 um 13 Prozent auf 422 Millionen Euro. Der Nettogewinn wäre aber auch ohne die Verluste bei Pin leicht auf 284 Millionen von 295 Millionen Euro gesunken.
(AFP/Reuters/sme/mel)
Harte Kritik des Bayern-Präsidenten
Trotz der roten Zahlen sollen die Aktionäre des BerlinerVerlagshauses (Bild, Welt) eine auf vier (2006: 3,50) Euroje Aktie erhöhte Rekord-Dividende erhalten. Damit will Springer nach eigenen Angaben überschüssige Liquidität ausschütten.
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der Hungerlohnkonzern, dessen Postdienstleister vom Staat bezuschusst werden mussten, damit das einfache Üverleben garnatiert war, baut "überschüssige" Liquidität ....