Bei der Lufthansa-Tochter CityLine streiken die Piloten. Mehr als 20 Flüge sind am Freitag ausgefallen. Die Gewerkschaft schließt einen unbefristeten Arbeitskampf nicht aus.

Wegen Warnstreiks sind am Freitag insgesamt 23 Flüge der Lufthansa-Tochter CityLine ausgefallen. Mehr als 60 Maschinen waren verspätet. Schwerpunkt der Aktionen war laut Lufthansa der Flughafen München, wo allein 16 Flüge gestrichen wurden. Auch die Flughäfen Berlin-Tegel und Hamburg hat die Piloten-Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) bestreikt.

Lufthansa Maschinen, Piloten streiken

Insgesamt 23 Maschinen der Lufthansa-Tochter CityLine hoben heute wegen Piloten-Streiks nicht ab. (© Foto: dpa)

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"Das war schon ein gravierender Einschnitt, der den morgendlichen Verkehr durcheinander gebracht hat", sagte ein Lufthansasprecher. Betroffen waren rund 3.500 Passagiere.

Mit dem zweistündigen Warnstreik wollte die Pilotengewerkschaft ihrer Forderung nach besseren Arbeitsbedingungen Nachdruck verleihen. Die Piloten beklagen vor allem lange Dienstzeiten, unsichere Dienstpläne, Sechstageschichten und wenig zusammenhängende dienstfreie Tage. VC-Sprecher Markus Kirschneck schloss einen unbefristeten Arbeitskampf nicht aus, wenn mit der Lufthansa keine Tarifeinigung gefunden werde. Der Gewerkschaft zufolge sind etwa 75 Prozent der 750 CityLine-Piloten bei ihr organisiert.

Die Lufthansa bezeichnete den Streik als überzogen. "Die CityLine hat im Vergleich zu anderen Regionalgesellschaften sehr gute Konditionen", sagte Sprecher Andreas Bartels.

Die Regional-Fluggesellschaft CityLine ist eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Deutschen Lufthansa. Insgesamt sind nach Angaben des Konzerns 2.520 Mitarbeiter bei der Tochter beschäftigt. 2006 beförderte die CityLine rund 6,7 Millionen Fluggäste, hauptsächlich innerhalb Europas. Das ist etwa ein Achtel aller Fluggäste des Konzerns. Lufthansa zählte im Vorjahr insgesamt 53,4 Millionen Passagiere.

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(sueddeutsche.de/Reuters/AP)