Der Schwebezug soll die Hauptstadt mit der Pilgerstadt Maschhad im Nordosten verbinden. Eingefädelt wurde das Projekt vom ehemaligen bayerischen Wirtschaftsminister Wiesheu.
Nach China erwägt nun auch Iran den Bau einer Transrapid-Strecke. Ein Münchner Ingenieurbüro hat den Auftrag für eine Machbarkeitsstudie erhalten. Der Schwebezug könnte Millionen Pilger aus Teheran ins mehr als 800 Kilometer entfernte Maschhad im Nordosten des Landes bringen. Wirtschaftssanktionen gegen Iran stehen dem Bau nicht im Wege.
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Die international tätige Münchner Ingenieurfirma Regierungsbaumeister Schlegel GmbH prüft nach Angaben von Geschäftsführer Harald Späth, ob der Bau möglich ist. Die Firma habe einen offiziellen Auftrag erhalten, sagte Späth der Süddeutschen Zeitung. Dieser geht auf einen Besuch des damaligen bayerischen Wirtschaftsministers Otto Wiesheu im Mai 2004 in Teheran zurück.
"Wir haben seinerzeit über Infrastruktur-Projekte geredet", sagte Wiesheu. "Es wäre schön, wenn sich das jetzt auszahlen würde." Wiesheu war Ende 2005 aus der bayerischen Regierung ausgeschieden und als Vorstand zur Deutschen Bahn gegangen. Aus dem Bundesaußenministerium hieß es, das Vorhaben sei noch in einem so frühen Stadium, dass man sich nicht äußern könne. Deutsche Unternehmen exportierten im vergangenen Jahr Waren und Dienstleistungen für mehr als vier Milliarden Euro nach Iran.
Nach Darstellung des Ingenieurbüros hat die iranische Regierung 1,5 Milliarden Dollar als "Anschubfinanzierung" für eine Transrapidstrecke zwischen Teheran und Maschhad bereitgestellt. Iran hoffe auf private Mitfinanziers, sagte Schlegel-Geschäftsführer Späth. Ziel sei es, zwölf bis 15 Millionen Pilger im Jahr vom Großraum Teheran nach Maschhad zu bringen. Bisher seien auf dieser Strecke Busse unterwegs, die zwei Tage brauchten.
Mit dem Transrapid ließe sich die Reisezeit auf zwei bis drei Stunden verkürzen. Schlegel-Geschäftsführer Späth hat nach eigenen Angaben am vergangenen Dienstag mit Irans Botschafter in Berlin, Mohammad Akhondzadeh, und dessen Wirtschaftsattaché über das Projekt beraten. Der Auftrag umfasse die "Gesamtplanung" für die Strecke. Die iranische Botschaft in Berlin äußerte sich nicht zu dem Vorhaben.
"Iran ist zweifelsohne ein schwieriges Land"
Bahnvorstand Wiesheu spricht von einem "interessanten Projekt", das hilfreich für die in München geplante Transrapidstrecke sein könne. "In verschiedenen Ländern werden Transrapid-Projekte diskutiert", sagte Wiesheu. "Die warten alle darauf, dass in Deutschland endlich etwas vorwärts geht." So verhandelt China derzeit über eine Verlängerung der Strecke in Schanghai. Der Ausbau wird sich jedoch wegen anhaltender Proteste der Anwohner verzögern.
Wiesheu räumt ein, dass sich das Projekt in Iran noch in einer sehr frühen Phase befinde. "Iran ist zweifelsohne ein schwieriges Land. Ich hoffe aber, dass sich die Umstände und die internationalen Beziehungen wieder verbessern", erklärte der Bahn-Vorstand mit Blick auf das umstrittene Atomprogramm. Das Transrapid-Projekt hält er dennoch für machbar: "Der Transport von Pilgern in Iran ist sicherlich kein Projekt, das politischen Boykottmaßnahmen unterläge." Vertreter der beiden Unternehmen Siemens und Thyssen-Krupp, die die Technik für den Transrapid liefern, zeigten sich zurückhaltender. Siemens sei in die Planungen bisher nicht eingeschaltet worden, sagte ein Sprecher.
Das bayerische Wirtschaftsministerium teilte auf Anfrage mit, man habe anlässlich des Besuchs von Wiesheu in Iran im Mai 2004 den Wunsch des Ingenieurbüros Schlegel grundsätzlich unterstützt, den Auftrag für die Machbarkeitsstudie zu bekommen. Weitere Aktivitäten des Ministeriums habe es nicht gegeben. Man sei später von der Firma aber über die "erfolgreiche Akquirierung des Auftrags" informiert worden. Das Ingenieurbüro Schlegel war unter anderem an der Planung des neuen Münchner Flughafens sowie der ICE-Strecke von München nach Nürnberg beteiligt.
(SZ vom 29. Mai 2007)
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Vielen Dank für Ihren netten Hinweis und den guten Tip- etwaigen Zeitproblemen vorzubeugen.
über sowas habe ich mir bisher wahrlich noch keine Gedanken gemacht.
will ich auch in Zukunft nicht, das sollte SZ- Online lösen können !
Ich gebe zu, da bin ich faul, einloggen, meinen Senf dazugeben und wieder ausloggen.
Mich hat es ja auch gewundert, weil ich schätze die SZ-Online Red. eher als sehr tolerant ein was die Kommentarveröffenlichungen angeht.
Ich denke, sie haben da vollkommen Recht, das war das Problem in diesem Fall !!
NaJa..um ehrlich zu sein, in diesem Fall habe ich mich, entgegen meiner sonstigen Gepflogenheiten, eher mehr seicht und ironisch zu sein, ziemlich weit aus dem Fenster gelehnt, und so richtig harsch gegen einen User hier gewettert, was eigentlich nicht mein Ding ist ...normalerweise.
Vielleicht wäre es sogar wirklich zensurwürdig gewesen...egal..Schnee von Gestern
aber nochmal..Vielen Dank für die Info und Alles Gute...
Modern oder nicht modern gut oder schlecht ist egal . wozu wird Tranrapid gebaut ? Pilger von Teheran nach Mashhad zu tranportiren. also um Menschen noch dümmer zu machen wie sie jetzt schon dumm gehalten sind. und noch dazu dieses Regime einen Pluspunkt geben.
es ist genauso wenn Deutschland Herr Ahmadinejad Offiziel unterstützen würde na dann wieso nicht gleich Reaktoren bauen.
ich hoffe dass die Sanktionen soweit werden dass es sowas nicht möglich wird.
ausserdem ist dieses Geld mit Blut befleckt und ich glaube Deutschland braucht es nicht.
Transrapid ist das letzte was Iraner brauchen.
Das wäre ja super für Deutschland und ihre Steuerzahler, nachdem so viel Geld in dieses Prestige-Projekt gesteckt wurde.
Ich verstehe nicht, warum immer jede Nachricht und jedes Land anhand der politischen Umstände bewertet wird. Der Transrapid würde den Menschen dort viel Freude bringen, weil er sie komfortabel, sicher und schnell ans Ziel bringen wird. Wir Deutsche freuen uns auch, weil wir dem iranischen Volk diese Freude bereiten und auch wirtschaftlich davon profitieren.
Da interessieren mich die Politik oder einzelne Politiker Null. Die Politiker (die keine Ahnung haben) sollten sich im übrigen am besten raushalten. Ich meine so Leute Herr Schröder, der ja bekanntlich keine Gelegenheit ausgelassen hat, sich von unseren chinesischen Freunden über den Tisch ziehen zu lassen (s. z.B. Transrapid in Shanghai).
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Hallo Forums-Kollege,
ich glaube nicht, dass es sich in diesem Fall um eine Totalzensur gehandelt hat, sondern der Text durch automatisches Ausloggen verloren gegangen ist.
Da ich es nicht immer schaffe, mich hinreichend kurz zu fassen, sondern oftmals die kurzen Intervalle nutzen muss, die bleiben, während der Compi Prozeduren abarbeitet, passierte es gelegentlich, dass ich zum Ende meiner Ausführungen nicht mehr am Forum angemeldet bin. Damit ist mein eben abgesendeter Text im Daten-Nirvana gelandet. Seit einiger Zeit bin ich daher dazu übergegangen, den Text entweder vor Versand zwischenzuspeichern oder gleich in einem einfachen Editor Stück für Stück zu erstellen und anschließend den Block komplett zu übertragen.
Seither hatte ich dieses Problem im Forum nicht mehr, - wahrscheinlich zum Leidwesen einiger Leser. ;-)
LG R.S.
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