Patentstreit mit Samsung US-Gericht kürzt Apple den Schadensersatz

Ein iPhone 4s und das Galaxy SIII von Samsung: Apple wirft Samsung vor, das Design seines Smartphones illegal kopiert zu haben. Der Konkurrent weist die Vorwürfe zurück.

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Apple muss im Patentstreit mit Samsung eine herbe Schlappe einstecken. Letzten Sommer verurteilte ein Gericht den Konkurrenten zur Zahlung von 1,04 Milliarden Dollar Schadenersatz an Apple. Jetzt reduzierte eine US-Bundesrichterin die Strafe um fast die Hälfte - mit Folgen für die Apple-Aktie.

Apple muss im Patentstreit mit Samsung eine herbe Schlappe einstecken. Eine US-Bundesrichterin sprach den Kaliforniern am Freitag einen Teil der Schadenersatzzahlungen in Höhe von 1,05 Milliarden Dollar wieder ab, die eine Jury Apple für iPhone-Patentverletzungen bereits zugesprochen hatte.

Grund sei eine fehlerhafte Berechnung von Apples Schadenersatzansprüchen für eine Reihe von Samsung-Geräten, sagte Richterin Lucy Koh. Zugleich wies die Richterin einen Antrag von Apple auf eine Erhöhung der Strafzahlungen zurück.

Das Gericht reduzierte die Strafe um 450 Millionen Dollar und ordnete ein neues Verfahren an, in dem über Schadenersatz für eine Reihe weiterer Produkte entschieden werden soll. Apple hatte den Schadenersatz im vergangenen Jahr vor einem Gericht in Kalifornien erstrittenen. Der Konzern bemüht sich seitdem um ein Verkaufsverbot für eine Reihe älterer Samsung-Telefone. Die Richterin lehnte diesen Antrag jedoch ab.

Der US-Technologiekonzern hatte von Samsung ursprünglich 2,75 Milliarden Dollar Schadenersatz gefordert, weil die Südkoreaner das Design seiner iPhones und iPads illegal kopiert haben sollen. Samsung wies die Vorwürfe zurück.

Apple-Aktien gaben an der New Yorker Börse 2,5 Prozent nach. Apple und Samsung kämpfen erbittert um Marktanteile bei Smartphones und Tablets und versuchen auch weltweit vor Gericht, sich mit Patentverfahren Vorteile zu verschaffen. Beide Konzerne kontrollieren zusammen die Hälfte des weltweiten Smartphone-Markts.