Patentstreit mit Apple Samsung startet Angriff auf iPhone 5

Das südkoreanische Unternehmen Samsung hat im Patentkrieg mit Apple eine neue Front eröffnet - diesmal geht es um das neue iPhone 5. Die Südkoreaner haben vor Gericht einen Antrag wegen Patentverletzung eingereicht. Zugleich darf das Unternehmen seinen Tablet-Computer 10.1 nun wieder in den USA verkaufen.

Samsung hatte im Patentstreit mit Apple schon einen Angriff auf das neue und begehrte iPhone 5 angedroht. Nun hat ihn der südkoreanische Hersteller wahr gemacht und einen entsprechenden Antrag gegen Apples neuestes Smartphone bei einem Gericht in Kalifornien eingereicht.

Darin wirft Samsung Apple vor, in dem iPhone 5 acht Samsung-Patente zu verletzen. "Apple ergreift weiterhin aggressive rechtliche Maßnahmen, die den Wettbewerb behindern", so die Südkoreaner. Daher habe der Konzern keine andere Wahl, als die notwendigen Schritte einzuleiten, um seine Innovationen und Urheberrechte zu schützen.

Samsung und Apple liefern sich seit Monaten einen weltweiten juristischen Schlagabtausch im Ringen um die Vorherrschaft auf dem Smartphone-Markt. Apple wirft den Südkoreanern vor, das iPhone mit dem aktuellen Modell Galaxy S3 kopiert zu haben und hatte mit einer entsprechenden Klage in den USA Erfolg vor Gericht. Samsung wiederum geht gegen Apple wegen iPhone-Modellen, iPad-Tablets und iPod-Playern vor.

Apple hatte im August vor dem selben Gericht einen Sieg gegen Samsung errungen. Geschworene stellten die Verletzung mehrerer Apple-Patente durch diverse Geräte der Südkoreaner fest und sprachen dem US-Konzern mehr als eine Milliarde Dollar Schadenersatz zu. Mitte September legte Apple noch einmal nach und verlangte von Samsung 700 Millionen Dollar zusätzliche Entschädigung. Alle Patent-Vorwürfe von Samsung wurden hingegen abgeschmettert.

Den Tablet-Computer Galaxy Tab 10.1 dürfen die Südkoreaner nun aber doch wieder in den USA verkaufen - die zuständige Richterin hob das vorläufige Verkaufsverbot auf.