Im Geschachere um den Pannen-Airbus A400M sollten die Beteiligten ihre Sandkastenspiele einstellen - und ihre Lehren für die Zukunft ziehen.
In dieser Woche geht es in London wieder einmal um die Zukunft des Militär-Transportflugzeugs A400M. Das jahrelange Gezerre zwischen dem Hersteller Airbus/EADS und den sieben Bestellernationen, unter ihnen an führender Stelle Deutschland, nimmt allmählich groteske Züge an.
Der Militärtransporter Airbus A400M ist ein Paradebeispiel dafür wie Rüstungsprojekte in aller Regel laufen. (© Foto: AFP)
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Die Regierungen wollen für die bestellten 180 Exemplare nicht mehr als die vertraglich vereinbarten 20 Milliarden Euro zahlen. Airbus droht mit Ausstieg aus dem Vertrag, wenn die Abnehmer sich nicht an den Mehrkosten beteiligen, die je nach Quellen- und Interessenlage auf fünf bis elf Milliarden Euro beziffert werden.
Die Geschichte des A400M ist ein Paradebeispiel dafür, wie Rüstungsprojekte ablaufen. Vollmundige Leistungsversprechen erweisen sich als nicht haltbar, Kostengrenzen werden gesprengt, Zeitpläne nicht eingehalten.
Das müsste nicht sein, wenn Verträge zwischen Herstellern und Abnehmern vernünftig ausgehandelt würden. Das geschieht aber nicht, weil es für Rüstungsgeschäfte keinen wirklich funktionierenden Markt gibt und im Zweifel eher politische als wirtschaftliche Gründe den Ausschlag geben.
Damit darf man sich - schon im Interesse des Steuerzahlers - nicht abfinden. Doch im Fall des A400M sollten alle Beteiligten endlich mit ihren Sandkastenspielchen aufhören. Er wird kommen, vermutlich ein paar Maschinen weniger zu einem höheren Preis.
Airbus/EADS kann sich den Prestigeverlust nicht leisten, das Projekt scheitern zu lassen. Und die Abnehmerländer brauchen den Flieger dringend. Eine wirkliche Alternative haben sie nicht. Wenn künftige Vorhaben realistischer geplant würden, könnte sich das Lehrgeld beim A400M auf lange Sicht doch noch auszahlen.
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(SZ vom 15.01.2010/pak)
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Ironie an:
Ist doch ganz klar wofür. Wir wollen demnächst die bösen Teile Pakistans aus der Luft bombadieren ! Und weiß man's, vielleicht wollen wir noch helfen Tibet zu befreien und müssen China bombadieren ?
Ironie aus.
Ist doch klar, die Entwicklungskosten der Firma müssen wieder rein. Das geht nur, wenn genug Stück von der Nullserie verkauft werden. Die Lobby hat dafür schon gesorgt, dass das klappt.
"Ich kann mir auch keine denken."
Keine Ahnung ? aber dann kritisieren, das ein so Grosses und wichtiges Land wie Deutschland eine gute ausgerustete Armee braucht kommt Ihnen nicht in den sinn. Deutschland hat internationnale Verpflichtungen und die BW wird da eingesetzt wo sie gebraucht wird , dies in Rahmen der Verfassung und dazu brauch sie Transportflugzeuge , die zum Beispiel in Katastrophen gebiete auf kurze und schlechten Landebahnen landen Können wie zur zeit in Hahiti, auch dafür und deswegen muss der A-400M her.
das gekostet, was man veranschlagt hat? Ich kenne nicht ein einziges, aber ich bin lernfähig.
Von den, von den 7 beteiligten Laendern bestellten, 180 A400M fallen alleine 60 auf die Bundeswehr. Bisher gibt es keine vernuenftige Erklaerung, fuer was die deutsche Verteidigungsarmee sechzig (!) militaerische Langstrecken-Schwertransportflugzeuge benoetigt.
Ich kann mir auch keine denken.
Wohl aber sehe ich, wie an Schulen, Infrastruktur, Krankenhaeusern, Renten etc, also alles was dem Menschen direkt nuetzt, gekuerzt und gestrichen wird.
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