Die osteuropäischen Länder schließen weiter zu den Ländern der alten EU auf. Besonders außerhalb der EU-Außengrenzen ist die Entwicklung dynamisch.
Forscher des Wiener Instituts für internationale Wirtschaftsvergleiche (WIIW) sehen das Wachstum Osteuropas auch im kommenden Jahr weit über dem Durchschnitt der EU.
Pferdewagen in Bukarest, der Hauptstadt Rumäniens. (© Foto: dpa)
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So wird die Wirtschaft in den acht Beitrittsländern Mittel- und Osteuropas in diesem Jahr um 4,7 und im nächsten um 4,5 Prozent wachsen, erwartet das WIIW. Die entsprechenden Vergleichszahlen für die 15 Länder der alten EU liegen nach Schätzungen des Instituts bei 2,0 beziehungsweise 2,4 Prozent.
Schwache wirtschaftliche Basis
Die Entwicklung jenseits der EU-Außengrenzen ist noch dynamischer. So wachse die weißrussische Wirtschaft in diesem Jahr um acht Prozent, die Ukraine werde ein Plus von 9,5 Prozent verzeichnen, heißt es in einem am Donnerstag vorgelegten Bericht des WIIW. Allerdings liegt den Zahlen in beiden Ländern eine sehr schwache wirtschaftliche Basis zugrunde.
Zu den Vorbereitungen für die Euro-Einführung äußern sich die Forscher optimistisch.
Estland, Litauen und Slowenien, die in der vergangenen Woche dem europäischen Wechselkursmechanismus WKM II beitraten, seien auf gutem Weg, heißt es. In Estland und Litauen seien schon jetzt alle Maastricht-Kriterien erfüllt, in Slowenien mangele es nur noch an Preisstabilität.
Der WKMII gilt als Vorstufe der Euro-Einführung und dauert mindestens zwei Jahre lang.
(SZ vom 02.07.04)
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