In den ersten Gesprächen mit deutschen Länderchefs machte der GM-Europachef deutlich: Die Werke in Bochum und Kaiserslautern bleiben erhalten.
Der Opel-Standort in Bochum soll fortbestehen: Das versicherte GM-Europachef Nick Reilly in einem Gespräch dem nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers. "Bochum bleibt ein wichtiger Standort für uns, auch in der Zukunft", sagte Reilly.
Das Werk Bochum soll erhalten bleiben - offen sind aber noch die Details der künftigen Produktion an dem nordrhein-westfälischen Standort. (© Foto: AP)
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Auch das Opel-Werk in Kaiserslautern werde in Zukunft "eine wichtige Rolle für Opel spielen", sagte Reilly nach einem Treffen mit dem rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck (SPD). Es gebe bereits eine Vereinbarung über den Erhalt des Werks, fügte Reilly hinzu. "Diese Vereinbarung wird jetzt umgesetzt." Es gehe darum, Kaiserslautern zu einem weltweit wettbewerbsfähigen Standort zu machen.
Nach Angaben Becks sind im Zuge des von GM geplanten Unternehmensumbaus allerdings Einschnitte bei der Komponentenproduktion und in der Motorenfertigung zu erwarten. Er sehe aber "eine reale Chance für die dauerhafte Existenz des Werks in Kaiserslautern", erklärte der Landeschef. Im Opel-Werk Kaiserslautern bauen rund 3300 Mitarbeiter Motoren und andere Fahrzeugkomponenten. Das Werk beliefert die anderen Standorte.
Einzelheiten zur neuen Konzernstruktur nannte Reilly nicht. Bislang ist unklar, ob im Zuge des von GM geplanten Unternehmensumbaus alle Opel-Werke in Europa erhalten bleiben.
Die Arbeitnehmervertreter sollten am Mittwoch über die Pläne informiert werden. Ihr Ziel ist es, Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen zu verhindern.
Der Bochumer Betriebsratschef Rainer Einenkel begrüßte die Entscheidung GMs zur Erhaltung des Werkes am nordrhein-westfälischen Traditionsstandort. "Etwas anderes hatte ich auch nicht erwartet," sagte Einenkel den Zeitungen der WAZ-Gruppe.
Dies sei die einzig vernünftige Grundlage für die "sicher nicht ganz einfachen Gespräche" mit GM, die jetzt folgen müssten. Thema dabei würden die entscheidenden Details sein - etwa mit welchen Modellen und mit wie viel Personal in Bochum in Zukunft produziert werden soll.
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(sueddeutsche.de/Reuters/AFP/tjon/pak)
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"In einem Gespräch mit Ministerpräsident Jürgen Rüttgers macht GM-Europachef Nick Reilly Bochum Hoffnung. Und das, obwohl europaweit bis zu 9500 Stellen gestrichen werden sollen."
Die Stellen werden doch nicht gestrichen, vielleicht nur sehr wenige. Die meisten Stellen werden neu besetzt, durch Zeitarbeiter und weitere Billigkräfte, als Begründung darf die Wirtschaftskrise herhalten. Traurig nur, dass die Medien diese Spielchen mitmachen. Noch trauriger ist, dass sich die Gesellschaft darauf einlässt.
Rüttgers kann jetzt "gestärkt" zur Wahl antreten und als Retter fungieren. Wird er bei weiteren Versuchen, sich durch egozentrische Profitschusterei auf Kosten der Angestellten Vorteile zu verschaffen ebenso "mutig auftreten", dann kommt die Glaubwürdigkeit auf, die wir bei dem Milliardenspiel um Opel schon lange vermissen.
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