Jobverlagerung, auch bei Opel: Der US-Autokonzern General Motors will offenbar noch im laufenden Jahr knapp 1000 Stellen in Europa auslagern.
"Nach den bisherigen Angaben des Managements geht es in Europa um 952 Arbeitsplätze, die noch im laufenden Jahr ausgelagert werden sollen", wird Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz im Handelsblatt zitiert.
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Betroffen seien vor allem Opel und die Motoren- und Getriebesparte Powertrain. Die Stellen sollten aber erhalten bleiben und von anderen Firmen an den Standorten weitergeführt werden.
Management und Betriebsrat verhandeln
Derzeit werde zwischen Management und dem Betriebsrat über die Mindeststandards verhandelt. Franz lehnte die Pläne ab. In vielen Fällen sei die Eigenproduktion billiger.
"Ich glaube, dass dem GM-Management bei derartigen Entscheidungen die betriebswirtschaftliche Vernunft fehlt", sagte Franz. Und: "Wichtig ist für uns, dass die Arbeitnehmervertretungen auch in den neuen Unternehmen präsent sind und wir überall in Europa die gleichen Informations- und Konsultationsrechte haben", sagte Franz weiter.
Erst vor zwei Wochen hatte GM bestätigt, dass Zehntausende Mitarbeiter in Nordamerika abgefunden werden sollen. Das neue Sparprogramm habe keine Auswirkungen auf Opel in Deutschland, hieß es vor 14 Tagen.
(Reuters/dpa/ahl)
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"Ich glaube, dass dem GM-Management bei derartigen Entscheidungen die betriebswirtschaftliche Vernunft fehlt" Dieser Satz dürfte das wirtschaftliche Desaster der ganzen letzten Jahre explizit beschreiben. Dem Betrachter kommt das Ganze vor wie bei einem ertrinkenden: Man klammert sich an jeden Strohhalm. Aber man ist prinzipiell nicht bereit, aus eigenen Fehlern zu lernen.