sueddeutsche.de: Haben Sie sich auch selbst für den Verbleib von Opel in Eisenach eingesetzt?
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Alles rund um die europäischen Opel-Standorte sehen Sie in dieser Grafik. (© Foto: SZ-Grafik)
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Doht: Ich habe viel versucht, etwa Kontakte zu SPD-Parteifreunden nach Berlin geknüpft. Als Ende Mai die erste Entscheidung für Magna fiel, habe ich zudem probiert, direkt zur Kanzlerin durchzudringen. Am Ende bin ich zumindest bis zum Kanzleramtsminister gekommen und habe ihn eindringlich gebeten, jetzt am Ball zu bleiben und den Druck auf GM aufrecht zu erhalten. Mehr kann man als Kommunalpolitiker nicht tun. Man steht, so schlimm das klingt, außen vor, muss zuschauen und ertragen, wie andere entscheiden.
sueddeutsche.de: Am Ende hat es dennoch, zumindest vorläufig, ein Happy End gegeben. GM lässt Opel zu Magna ziehen. Wann haben Sie davon erfahren?
Doht: Ich war unterwegs zu einer Veranstaltung in unserem Nachbarort Gotha. Den Termin hatte ich angenommen, um mich selbst von dem Nervenkrieg ein wenig abzulenken. Im Autoradio habe ich es dann gehört. Ich dachte erst, das kann nicht sein. Als ich es dann realisiert hatte, fühlte ich mich wie ein Kind vor dem Weihnachtsbaum.
sueddeutsche.de: Und dann?
Doht: Dann habe ich sofort mit dem Betriebsratsvorsitzenden des Opel-Werks telefoniert, anschließend habe ich mit dem Sparkassendirektor die Erklärung der Kanzlerin angesehen. Und als ich dann mit Berlin sprach und hörte, dass die Bedingungen, die GM für den Verkauf stellt, lösbar sind, war der Tag endgültig gerettet.
sueddeutsche.de: Der Magna-Plan sieht vor, alle deutschen Werke zu erhalten. Glauben Sie daran?
Doht: Ja, daran glaube ich.
sueddeutsche.de: Trotzdem: Auch in Eisenach werden Arbeitsplätze abgebaut.
Doht: Ich glaube, dass wir vom Jobabbau so gut wie gar nicht betroffen sein werden. Eisenach ist eines der modernsten Opel-Werke und, salopp gesagt, ein Brückenkopf in Richtung Osten. Im Magna-Konzept spielen wir eine wichtige Rolle, ganz anders als im Plan von Ripplewood. Da wäre dieser Standort für zwei Jahre stillgelegt worden. Das hätte das Ende bedeutet.
sueddeutsche.de: Glauben Sie, dass der Nervenkrieg nun endgültig vorüber ist?
Doht: Wenn man sieht, wie sich die beiden Amerikaner bei der Pressekonferenz in Berlin beglückwünscht haben und wie sich nun alle als Sieger fühlen, dann glaube ich, dass die Entscheidung endgültig ist.
sueddeutsche.de: Die Verträge sind noch nicht unterschrieben.
Doht: Stimmt. Und deshalb bleibe ich vorsichtig. Seit Seit März hängt an unserem Rathaus eine Opel-Fahne als Zeichen der Verbundenheit der Stadt mit der Belegschaft. Und ich habe immer gesagt, die bleibt da so lange, bis die Zukunft von Opel sicher ist.
sueddeutsche.de: Und wann wird sie abgenommen?
Doht: Noch lasse ich sie hängen. Ich will erst alles in trockenen Tüchern haben.
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(sueddeutsche.de/mel/cmat)
Putin und Hollande streiten um Intervention in Syrien
Da haben Sie recht - ausweislich der hier bisher eingegangenen Kommentare ist das genau das Hauptproblem, dass die Wirtschaftskompetenz und das Wissen - außer bei den Politikern von schwarz/gelb - völlig abgehen.
Nur so sind die wirren Kommentare zu erklären.
Wenn ich Ihre Kommentare richtig verstehe, meinen Sie, dass man besser die Schließung des Opelwerkes in Eisenach (und der anderen Opel-Werke) hinnehmen sollte um Steuern senken zu können.
Wenn Sie das tatsächlich meinen (was ich nicht glaube) würde das von erheblicher Menschenverachtung zeugen. Darüberhinaus würden Sie dann übersehen, dass es Massenarbeitslosigkeit nicht "for free" gibt, sondern dass diese Steuergelder kostet und Arbeitslose nur noch Konsumsteuern entrichten.
Schließlich würde diese Entwicklung die Menschen in Arme von der Ihnen so geschätzten Linkspartei treiben.
Also besser Eisenach und die anderen deutschen Opel-Werke erhalten.
Keine Sorge, die Käufer für die Autos finden sich schon (ich bin z.B. ein solcher und mit meinem Zafira sehr zufrieden wie auch viele aus meinem Bekanntenkreis mit Ihren Opel-Autos; der Zafira ist ein geniales Auto).
Ich komme ursprünglich aus der Gegend und die Schließung dieses Werks wäre wirklich eine absolute Katastrophe.
Ob nun da oder 30km weiter in Hessen, da hängt alles von einzelnen Werken ab, ob sie nun Opel oder Kali und Salz heißen.
Auch mit ihnen ist die Gegend die letzten Jahre immer "lebensfeindlicher" geworden und ich bin jedes Mal erschrockener, wenn ich nach Hause komme.
Die Jugend zieht eh weg und was übrig bleibt, sind die eher Unbeweglichen.
Zukunft sieht anders aus.
Man kann sich fragen, ob sich so kleine Städte einen Gefallen tun, wenn sie sich von einzelnen Großwerken abhängig machen.
Da sowas immer mal passieren kann und der Bergbau der Gegend ja auch endlich ist, hätten die Städte dort von Anfang an auf breiterer Ebene Wirtschaft fördern müssen.
wir reden ja auch nicht bei Frau Merkel von einer Ostkanzlerin oder. Der Ursprung ist nur ein Meilenstein in einer Entwicklung sonst wäre der Mensch noch immer eine Anhäufung von Aminosäuren, um mal ganz weit aus zu holen.
Vielleicht lesen sie mal das ganze Wahlprogramm aller Parteien, somit auch das der Linken, dann wüsten sie von was sie reden.
Sie nehmen die liinken ernst?
In der DDR haben sie 40 Jahre langg gezeigt was sie von wirtschaft verstehen. Nämlich gar nichts.
Und Sie wollen jetzt mir irgendwas erklären?
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