Für die Saab- und Opel-Modelle sollen demnächst bis zu 60 Prozent gleiche Bauteile verwendet werden. Auch Teile der Saab-Entwicklung sollen nach Rüsselsheim kommen. "Zwei Entwicklungsgruppen zu haben, die an denselben Technologien arbeiten, hat keinen Sinn", sagt Lutz.
Anzeige
Generell sollen innerhalb von GM in Europa Doppelarbeiten eingestellt werden. Opel soll im Gesamtkonzern für die Entwicklung von Mittelklasse-Autos zuständig sein.
Für die Neuorganisation bekommt der bisherige Opel-Chef Forster, der in einem Sanierungsprogramm die Belegschaft um 2500 Mitarbeiter verkleinert und die Kapazitäten um 350.000 Einheiten im Jahr verkleinert hat, eine neue Rolle.
Forster, der seit dem 1. April 2001 in Rüsselsheim ist, soll in der europäischen GM-Zentrale die Aufgabe des Chief Operating Officers übernehmen. Er wäre damit Fritz Henderson unterstellt, der die Aufgabe des Chief Executive Officers hat.
Fragen der Produktion
Forster soll sich dem Vernehmen nach verstärkt um Fragen der Produktion kümmern und hätte direkte Entscheidungsgewalt über alle europäischen Konzernmarken. Der 50-Jährige war zu Opel gekommen, nachdem er zuvor 14 Jahre lang in leitender Funktion bei BMW war.
Offensichtlich erwartet die Konzernzentrale in Detroit von Forster deutliche Anstrengungen zur Kostensenkung. "Die Situation ist nicht tragbar", sagt Lutz.
Der neue Opel-Vorstandsvorsitzende Demant ist ein reines Opel-Gewächs. Der 53-jährige Maschinenbauer ist seit 1999 im Opel-Vorstand und für die technische Entwicklung zuständig.
Der Opel-Betriebsratsvorsitzende Klaus Franz sagte der Süddeutschen Zeitung, auch bei einer Reorganisation der GM-Struktur in Europa müssten die Arbeitnehmerrechte gewahrt werden. "Ich unterstütze alles, was der Stärkung der Marke Opel dient."
Sie sind jetzt auf Seite 2 von 2
(SZ vom 09.06.04)
Neue Nutzungsbedingungen