Egal ob Kleidung, Bücher oder Technik: Immer mehr Menschen erledigen ihre Einkäufe auch im Internet. Davon profitieren Onlinehändler. Der klassische Versandhandel dagegen stagniert.
2007 werden einer Studie von TNS-Infratest zufolge Waren für rund 10,9 Milliarden Euro im Internet bestellt. Das sei ein Umsatzplus von neun Prozent zum Vorjahr, hieß es.
Anzeige
Mit diesem Rekordwert mache der Onlineumsatz im deutschen Handel in diesem Jahr bereits 39,5 Prozent des gesamten Versandhandels aus, sagte Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes des Deutschen Versandhandels (bvh), Thomas Steinmark.
Einschließlich Erlösen aus digitalen Diensten wie dem Ticketverkauf oder dem Herunterladen von Musik und Filmen werde der E-Commerce-Umsatz damit rund 16,8 Milliarden Euro erreichen. "2008 könnten es im Onlinehandel 18 Milliarden Euro werden", sagte Steinmark.
Insgesamt werde der Versandhandel im laufenden Jahr um fünf Prozent auf einen Umsatz von 27,6 Milliarden Euro wachsen, sagte Steinmark. Damit würde er sich klar vom restlichen Einzelhandel absetzen, der in diesem Jahr wenigstens auf ein kleines Plus hofft. Die Zuwächse der Versender kämen nicht nur aus dem Onlinehandel. "Wir jagen dem stationären Handel etwas Anteil ab", sagte Steinmark. Der klassische Versandhandel stagniere.
Einkaufen ist die liebste Beschäftigung der Internetnutzer
Spitzenreiter im Onlinehandel seien Versender, die ihre Waren per Katalog und Internet anböten, sagte Steinmark. Sie setzten 2007 rund 4,2 Milliarden Euro im Netz um. Mit gutem Abstand folgten gewerbliche Anbieter im Internet-Auktionshaus Ebay (2,5 Milliarden Euro) und reine Internetanbieter (2,4 Milliarden Euro).
Steinmark sieht mehrere Gründe für das anhaltende Wachstum: So steige der Zahl der Onlinenutzer und mit ihr die Zahl der Käufer im Internet. Zudem werde das Einkaufen im Netz durch verbesserte Präsentationen attraktiver. Nach wie vor sei Einkaufen die liebste Beschäftigung der Internet-Nutzer.
Das meiste Geld geben die Deutschen mit 3,9 Milliarden Euro für Bekleidung, Textilien und Schuhe aus, es folgen Medien, Bild- und Tonträger (rund zwei Milliarden Euro) und Unterhaltungselektronik (1,2 Milliarden Euro).
Cinemaxx-Chef Gisy über Rivalen, 3-D-Filme und den fehlenden Mut der hiesigen Regisseure. Jetzt lesen ...
(Reuters/woja/mah)
Pop-Diva stirbt mit 48 Jahren
Hört sich jedenfalls schon sachlicher an, als der Bericht letzte Woche als es hieß, Deutsche wären zu faul und kaufen im Internet. Die meisten Produkte bekommt man im Internet zwischen 15 und 60 % billiger, dass ist nun mal so. Und auch verständlich, online Firmen können in abgelegenen preiswerten Gegenden ihr kleines Lager haben, liefern nur auf Bestellung, brauchen wenig Lagerbestände, keine teueren Ladenlagen, die Produkte müssen nur vergleichbar sein. Also Markengeräte, genaue Artikel Nr. und dann vergleichen. Da tränen dem Media Markt die Augen. Kleidung und Schuhe kaufe ich natürlich so nicht, muß immer noch anprobiert werden. Dafür gibt es ja Werksverkauf.