Von Von Thomas Hammer

Einige Mausklicks, und schon ist ein Produkt erstanden. Kommt es dann auch wie versprochen an, ist der Internet-Kauf eine praktische Sache. Die Verbraucher sollten allerdings vorher die Seriosität des Anbieters prüfen und einige Regeln beachten

Der Einkauf im Internet wird immer beliebter. Das Marktforschungsunternehmen GfK schätzt, dass im Jahr 2004 Waren und Dienstleistungen im Wert von rund elf Milliarden Euro über die virtuellen Ladentische gingen. Doch der Einkauf per Mausklick ist nicht frei von Fallstricken. Vor dem Einkaufs-Klick sollten wichtige Fragen geklärt sein.

Einige Internethändler bieten das "Trusted-Shop"-Siegel an, Versicherung, die dann einspringt, wenn der Händler trotz Zahlung nicht liefert. (© Foto: dpa)

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Hat der Anbieter seinen Hauptsitz in Deutschland?

Jeder in Deutschland ansässige kommerzielle Internetanbieter muss ein so genanntes "Impressum" auf seine Internetseiten stellen. Dort ist die vollständige Adresse zu finden sowie die Eintragung ins Handelsregister. Vorsicht ist geboten, wenn kein Impressum vorhanden ist oder sich der Sitz des Unternehmens im Ausland befindet. Im Streitfall muss dann der Anbieter in seinem Heimatland verklagt werden, was mit hohem Aufwand und geringen Erfolgschancen verbunden ist.

Wie kann ich herausfinden, ob andere Kunden mit dem Händler zufrieden waren?

Beim Internet-Auktionshaus Ebay können sich Käufer und Verkäufer gegenseitig bewerten, das gleiche gilt auch für Antiquariatshändler auf den "Marketplace"-Seiten des Buchhändlers Amazon. Dann gibt es noch Verbraucherportale wie ciao.com oder dooyoo.de, auf denen Verbraucher ihre Erfahrungen mit Händlern, Dienstleistern und Produkten veröffentlichen.

Wo sind Angaben zur Lieferzeit zu finden?

Viele Händler informieren den Interessenten gleich in der jeweiligen Produktbeschreibung, ob das Produkt sofort lieferbar ist oder ob mit Wartezeiten zu rechnen ist. Dabei kann jedoch - vor allem bei manchen Computerhändlern und -herstellern - die Klausel "in 24 Stunden versandfertig" auch bedeuten, dass das Produkt dann in Taiwan oder den Vereinigten Statten abgeschickt wird und eine Woche unterwegs ist. Im Zweifelsfall kann mit einem Anruf beim Händler geklärt werden, wie schnell die Ware eintreffen wird.

Welche Kosten können außer dem Kaufpreis auf mich zukommen?

Meistens kommen auf den Käufer noch die Kosten für den Versand zu, die bei Sendungen per Nachnahme höher sind als beim Standardversand. Die Gebühren sind entweder in gesonderten Hinweisen oder in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) zu finden. Dabei kann es immense Unterschiede geben - und am Ende ist möglicherweise ein zunächst teurer erscheinender Anbieter günstiger. Beispiel Notebook-Kauf: Bei Amazon werden Notebooks versandkostenfrei geliefert, der Computerhändler Cyberport verlangt 9,95 Euro Versandgebühr, beim Computerhersteller Dell schlägt der Versand beim Kauf eines Notebook mit satten 75 Euro zu Buche.

Warum liefern die meisten Internethändler nicht auf Rechnung?

Große Versandhäuser können von Auskunfteien oder der Schufa Bonitätsauskünfte über Neukunden einholen. Für kleine Händler ist das zwar auch möglich, aber oft zu teuer. Grund für die Vorsicht sind erfahrungsgemäß hohe Zahlungsausfälle beim Online-Handel, da die Anonymität des Internet zahlungsschwache und im Extremfall sogar betrügerische Kunden geradezu magisch anzieht. Als Zahlungsbedingungen stehen zumeist Vorauskasse, Einzug per Kreditkarte, Nachnahme oder die Zahlung per Lastschrifteinzug zur Verfügung.

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