Taktische Beschimpfungen: Die BP-Konkurrenz geht auf Distanz zu den Briten und wirft BP Schlampigkeit vor. Die Ölkatastrophe sei "vermeidbar" gewesen. Hinter diesen Vorwürfen steckt Kalkül.
Die größten Energiekonzerne gehen wegen der Ölpest vor der US-Küste einem Pressebericht zufolge erstmals auf Distanz zu dem britischen Konzern BP.
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An vielen Stellen im Golf von Mexiko wird "kontrolliert" Öl verbrannt. (© rtr)
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Die Marktführer Exxon, Shell, Chevron und Conoco-Phillips werfen dem Unternehmen vor, die Ölkatastrophe im Golf von Mexiko sei "vermeidbar" gewesen, schrieb die Financial Times.
Entsprechend wollten sich Vorstände der BP-Konkurrenten diesen Dienstag in einer Anhörung im US-Parlament äußern. Der Zeitung zufolge wollen sie argumentieren, dass bei Befolgung "bester Branchenstandards" solche Unfälle nicht passieren könnten.
Angst vor neuen Regeln
Die Konzerne wollen demnach bezwecken, dass die USA und andere Länder die Vorschriften für künftige Tiefseebohrungen nicht verschärfen. Washington hatte bereits einen sechsmonatigen Bohrstopp im Golf von Mexiko erlassen.
Seit Mitte April strömen dort täglich gewaltige Mengen Rohöl aus dem Bohrloch der Plattform Deepwater Horizon, die im April explodiert und kurz darauf gesunken war. Wegen der Ölpest ist der BP-Konzern stark unter Druck, seine Dividende für das zweite Quartal - eine Summe von zwei Milliarden Euro - auszusetzen.
Eine Möglichkeit ist, dass BP die Dividendenzahlung an die Aktionäre in einen speziellen Fonds verschiebt, bis die Kosten der Ölkatastrophe - wie zum Beispiel Schadenersatzforderungen - absehbar und abgearbeitet sind.
US-Präsident Barack Obama wird am Mittwoch mit dem BP-Aufsichtsratsvorsitzenden Carl-Henric Svanberg und vermutlich auch mit BP-Chef Tony Hayward zusammentreffen.
Unterdessen könnte sich in der Entschädigungsfrage ein Kompromiss andeuten: Die US-Regierung dringt darauf, dass eine unabhängige Partei einen Entschädigungsfonds von BP für die von der Ölkatastrophe betroffenen Personen führt. So könnte einerseits die Forderung der US-Regierung erfüllt, dass alle gerechtfertigen Ansprüche befriedigt werden, andererseits die Befürchtungen von BP zerstreut werden, dass das Unternehmen mit Forderungen in unbegrenzter Höhe konfrontiert wird.
Noch ein Leck
Bislang hat die Ölpest im Golf von Mexiko BP 1,3 Milliarden Euro gekostet. Der Auffangbehälter an dem Leck soll rund 127.000 Barrel Öl (rund 20 Millionen Liter) gesammelt haben, teilte das britische Unternehmen mit. Der Konzern habe bisher 25.500 von 51.000 eingegangenen Schadenersatzforderungen beglichen - insgesamt rund 62 Millionen Dollar.
Dass nicht nur BP, sondern auch andere Konzerne schlampig arbeiten, belegt derweil ein Vorkommnis nahe der Stadt Salt Lake City. Aus einem unterirdischen Rohr der Firma Chevron sei über Stunden, wenn nicht über Tage konstant Öl ausgelaufen, berichtet die Salt Lake Tribune. Bis zum Sonntag seien fast 80.000 Liter Rohöl in die Wasserwege geraten. Hilfskräfte versuchen, das Öl aufzuhalten, bevor es in den berühmten Großen Salzsee fließen kann.
Das mittlerweile geschlossene Leck wurde am Samstag entdeckt - unklar blieb aber, wie lange das Öl schon austrat. Bis zu 80 Liter seien minütlich ausgeflossen, so die offiziellen Schätzungen. Ein Alarmsystem habe versagt. Das Öl färbte einen Bach, der in der Nähe der Stadt fließt, auf rund zehn Kilometern Länge schwarz. Die Brühe mündete im Teich eines Parks, der geschlossen werden musste. Sie verklebte das Gefieder von mehr als 150 Gänsen und Enten, die zur Reinigung in einen Zoo gebracht wurden.
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(sueddeutsche.de/dpa/hgn/pak)
1. Es wurde eine gigantische Ölwolke unter Wasser entdeckt, bestehend aus Öl, versetzt mit einem angeblich sehr giftigen Mittel, was das Öl daran hindert an die Wasseroberfläche aufzusteigen. Das bedeutet, dass die Hauptaktivitäten von BP sich derzeit darauf beschränken, direkt an der Austrittstelle des Öls Chemikalien direkt in den Ölstrom zu injizieren. Es geht ihnen (und der Regierung Obama) darum, das Desaster möglichst nicht sichtbar werden zu lassen. Diese Ölmassen werden in den Golfstrom gelangen und mit diesem von der amerikanischen Küste fortgetragen in den Atlantik - und wohin? Hierher, nach Nordeuropa, denn dorthin fließt bekanntlich der Golfstrom.
2. Der Website von William Engdahl www.oilgeopolitics.net ist zu entnehmen, dass der Druck des ausströmenden Öls so hoch ist, dass es möglicherweise noch Jahre ausströmen wird, also nicht mehr zu stoppen sein wird - ein Jahrhundertdesaster. Das angebohrte Ölreservoir unter dem Golf von Mexiko wird von Wissenschaftlern in seinem Druck und seiner Größe mit den größten Saudi-Arabischen Ölquellen gleichgesetzt.
wie die Leiche des Vordermannes.
... zeigt, sollte nie vergessen, dass drei Finger seiner Hand auf ihn selbst zeigen.
Machen wir uns doch da nichts vor. All dass, was uns die Oelgesellschaften vorgaukeln und die FDP (durch unsere Wirtschaft unterstuetzt) uns weismachen will existiert in Realitaet nicht.
Oel, Kohle, Atomkraft, das kann einfach nicht sauber sein. Auch Wind- und Wasserkraft ist nicht ohne Flecken aber immerhin gibt es keine "Windspills", die mal eben die Ostkueste Amerika's vernichten koennen. Warun also, machen wir uns nicht von fossiler Energie frei? Was muss sonst noch passieren, damit wir aufwachen?
Inzwischen frage ich mich e r n s t h a f t, ob der immer schlimmer werdenden Umweltverschmutzung (ich nenne sie W e l tverschmutzung), durch eine Sprengung, nicht zumindest Einhalt geboten werden könnte. Der Schaden ist unermesslich und wird uns über Jahrzehnte zu schaffen machen. Warum bitte - wird von den Veantwortlichen die Mölichkeit einer Zuschüttung der Quelle, durch Zerstörung, überhaupt nicht angedacht?
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