Die Angestellten im öffentlichen Dienst machen Druck. Vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifstreit legen Tausende Beschäftigte die Arbeit nieder.

Wenige Tage vor der nächsten Verhandlungsrunde im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes der Länder haben die Gewerkschaften ihren Protest fortgesetzt. In mehreren Bundesländern traten Beschäftigte von Straßenmeistereien, Gerichten, Hochschulen und Polizei in den Warnstreik. In Mecklenburg-Vorpommern sollte die Hälfte der Schulen geschlossen bleiben, weil die angestellten Lehrer für mehr Gehalt demonstrieren wollten. Auch in Sachsen-Anhalt, Thüringen und Bayern traten Beschäftigte in den Ausstand.

Tarifverhandlungen Öffentlicher Dienst streikt ganztägig

Streikende machen ihrem Ärger Luft. In Hamburg werden rund 5000 Teilnehmer erwartet. (© Foto: ddp)

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Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat die Hamburger Angestellten im öffentlichen Dienst der Länder erneut zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Zu einer zentralen Streikkundgebung am Fischmarkt werden rund 5000 Teilnehmer erwartet. Anlass für die Arbeitsniederlegungen sei das "lausige Angebot" der Arbeitgeber, das für 2001 nur 2,1 Prozent mehr bringen würde, betonte eine Verdi-Sprecherin. Die Gewerkschaft fordert für die rund 60.000 Beamten und Angestellten in Hamburg, darunter Polizisten, Lehrer und Schulhausmeister - acht Prozent mehr, mindestens jedoch 200 Euro pro Monat.

Verhandlungen am Samstag

Auch in Bayern rufen die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes für heute zu Warnstreiks auf. Betroffen von den Arbeitsniederlegungen sind Straßen- und Autobahndirektionen, Unikliniken, staatliche Bau- und Wasserwirtschaftsämter, Theater und Schulen sowie die Polizei. Die zentrale Kundgebung zu den Warnstreiks findet in Nürnberg statt.

Am Freitag sollen die Arbeitsniederlegungen fortgesetzt werden. In Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Sachsen werden die Warnstreiks weitergehen. Am Samstag wird dann in Potsdam weiter verhandelt. Die Gewerkschaften fordern für die 700.000 Angestellten der Bundesländer acht Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber - die Tarifgemeinschaft deutscher Länder - bieten 4,2 Prozent mehr Gehalt, allerdings erst von Juli an.

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(sueddeutsche.de/dpa/ddp-bay/iko/tob)