Wegen der hohen Ölpreise werde die Weltwirtschaft im kommenden Jahr weniger wachsen als bisher erwartet, schätzt die OECD. 2006 soll dann endlich Deutschlands Binnenkonjunktur anspringen und die Wirtschaft ankurbeln.
Deutschland sei mit seiner einseitig exportorientierten Wirtschaft für externe Schocks sehr anfällig und spiele international eine Sonderrolle, hält die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) fest.
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Deshalb habe die Bundesrepublik mit weiter steigender Arbeitslosigkeit zu rechnen.
Doch die "fetten Jahre" der Weltwirtschaft sind nicht vorbei: 2006 wird die sich beschleunigende Weltkonjunktur auch die deutsche Wirtschaft erfassen und zu einer spürbaren Entspannung auf dem Arbeitsmarkt führen.
Das geht aus dem Wirtschaftsausblick hervor, den die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) am Dienstag in Paris veröffentlichte.
Trotz hoher Ölpreise kräftiger Aufschwung
Hohe Ölpreise und Budgetdefizite, das US-Leistungsbilanzdefizit und sinkende Immobilienpreise bringen 2005 laut OECD "Gegenwind für die Weltkonjunktur". So werde die Weltwirtschaft 2005 nur um 2,9 wachsen, 0,4 Prozentpunkte weniger als noch im Frühjahr erwartet.
Doch trotz anhaltend hoher Ölpreise soll sich das Wachstum 2006 wieder auf 3,1 Prozent beschleunigen. Die Inflation bleibt dabei gebannt: Anders als in den 70er Jahren sei keine Lohn-Preis-Spirale wegen des Ölschocks zu befürchten.
Deutschland steht 2005 - nach drei Jahren Stagnation und einer vom "China-Boom" getragenen leichten Belebung 2004 - ein weiteres schwieriges Jahr bevor. Auch die Milliarden-schweren Steuererleichterungen werden die Binnennachfrage kaum in Schwung bringen, meint die OECD.
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