Obstanbau Schlechteste Apfelernte seit zehn Jahren erwartet

Das Wetter hat es den Obstbauern in diesem Jahr nicht leicht gemacht - und könnte nun für einen Einbruch bei der Apfelernte sorgen: Das Statistische Bundesamt erwartet den niedrigsten Ertrag seit zehn Jahren.

Lang anhaltende Kälte und Nässe, schlechte Blütenbildung und verminderter Insektenflug: Das sind wohl die Hauptgründe für die geringere Apfelernte in diesem Jahr. Das Statistische Bundesamt erwartet nach einer vorläufigen Schätzung eine Ernte von etwa 798.000 Tonnen. Das wäre der niedrigste Wert seit zehn Jahren.

Mit Engpässen für Kunden sei aber nicht zu rechnen, berichtete die Bild-Zeitung am Montag, weil die europäischen Nachbarländer für Ausgleich sorgten. Mehr als die Hälfte der importierten Äpfel stamme aus Polen, Italien und Frankreich. EU-weit soll die Apfelernte angeblich um sieben Prozent höher ausfallen als 2012.

Äpfel sind in Deutschland sehr beliebt: Im vergangenen Jahr machte die Apfelernte 90 Prozent der gesamten deutschen Baumobsternte aus. Der Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre lag bei etwa 956.000 Tonnen Äpfel. Der Ertrag von 2013 würde somit 17 Prozent darunter liegen. Die Fläche des Anbaugebiets ist seit 2007 etwa gleich groß geblieben und beträgt bundesweit 31.700 Hektar.

Die größten Apfelanbaugebiete in Deutschland liegen in Baden-Württemberg, Niedersachsen und Sachsen. Knapp zwei Drittel der gesamten Anbaufläche befinden sich in diesen drei Bundesländern, so das Statistische Bundesamt.