Notkredite Schäuble verspricht neues Hilfsprogramm für Griechenland

Wann geht es dem Land wieder besser? Finanzminister Schäuble sagt nun öffentlich, dass die europäischen Partner Griechenland länger als bisher bekannt stützen müssen. Noch vor Kurzem hatte das Finanzministerium dies zurückgewiesen.

Das hochverschuldete Griechenland wird nach Einschätzung von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble auch nach 2014 Hilfen seiner internationalen Partner benötigen. "Es wird in Griechenland noch einmal ein Programm geben müssen", sagte Schäuble am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Ahrensburg in der Nähe von Hamburg. "Das ist der Öffentlichkeit auch immer gesagt worden."

Der Internationale Währungsfonds weist schon länger deutlich darauf hin, dass Griechenland neues Geld brauchen wird. Das Bundesfinanzministerium hatte jedoch erst vor wenigen Tagen Nachfragen zu einem dritten Programm als "Spekulationen" zurückgewiesen.

Nun bekennt sich Schäuble erstmals öffentlich dazu, dass das Land weitere Kredite nötig hat. Athen bekommt von den internationalen Finanzmärkten schon lange kein Geld mehr - und eine Besserung ist noch nicht in Sicht. Griechenland brauche nach dem laufenden Hilfsprogramm weitere Unterstützung, sagte Schäuble. Die Partner würden etwa helfen müssen, dass die Griechen nicht so hohe Zinsen auf ihre Kredite bezahlen müssten. "Sie sind noch nicht über den Berg." Aber das Land habe erhebliche Fortschritte gemacht.

Es werde keinen zweiten Schuldenschnitt für Griechenland geben, so Schäuble. Bei einem zweiten Schuldenschnitt würden erstmals die europäischen Partnerländer - und damit deren Steuerzahler - Geld verlieren. Bisher zahlt das Land pünktlich seine Schulden mit Zinsen zurück.