Der Handy-Hersteller Nokia weicht nicht von seinen Positionen ab - doch die IG Metall will sich davon nicht beeindrucken lassen.
Die Gespräche zwischen dem finnischen Nokia-Management und dem deutschen Betriebsrat sind nach Angaben des IG-Metall-Vorsitzenden Berthold Huber ohne Ergebnis geblieben.
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Nokia bleibt hart - und die IG Metall will dagegenhalten. (© Foto: dpa)
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Die Unternehmensleitung habe "die harte Linie eingeschlagen", sagte der Gewerkschafter am Dienstag im Bayerischen Rundfunk. Als Antwort darauf kündigte Huber in dem Radiointerview harte Auseinandersetzungen an. In Bochum, wo die deutsche Handyproduktion von Nokia geschlossen werden soll, ist für den Mittag eine Großdemonstration angesetzt.
Der IG-Metall-Vorsitzende sagte, die Gewerkschaft wolle der Nokia-Führung einen harten Kampf um die Arbeitsplätze liefern.
Derzeit arbeiten in dem Bochumer Werk 2.300 Menschen. "Das gibt eine knüppelharte Auseinandersetzung, wenn es nicht anders geht und wenn das Management nicht von seiner Position abrückt", wird Huber zitiert. Er fügte hinzu: "Und wir halten das durch, und wenn es sein muss, wochen- und monatelang."
Huber hat nach eigenen Angaben am Montag mit Bundeskanzlerin Angela Merkel über die drohende Werksschließung gesprochen.
Er sagte, die Kanzlerin sei gleichfalls entsetzt über die Art und Weise, wie das Nokia-Management vorgehe. Nach den Entlassungen bei BenQ und AEG und der angekündigten Schließung des Bochumer Nokia-Werks gebe es jetzt keinen anderen Weg als zu kämpfen.
Dabei setze die IG Metall klare Prioritäten. "Wir kämpfen als erstes um die Arbeitsplätze in Bochum. Und wenn es keinen Ausweg mehr gibt, kämpfen wir um einen Sozialtarifvertrag. Dort sind wir dann streikfähig, im Gegensatz zu einem Sozialplan", fuhr Huber fort.
(AP/woja/hgn)
Demonstrationen in Hamburg
Die Massenware Handy ist meist sowieso "Junk", d.h. heute hip und morgen ebay. Ob ein teenie-girlie ein getupftes oder uni-pink Cover "cooler" findet oder ob ein pubertierender Jüngling mit seinem neuesten Klingelton bei eben diesen girlies zu landen versucht, das bringt den Technologiestandort Deutschland nicht wirklich weiter. Das einzige, was Handies technisch hoch interessant macht, ist die Chiptechnologie: immer mehr Funktionen werden in immer kleinere Chip-Dimensionen integriert.
Daneben geht es hier aber vor allem um lebenswichtiges, leider unspektakuläres Basis know-how, z.B. IP-Routing (Marktführer Cisco), UMTS oder optische Übertragungstechnik (siehe Lucent, Alcatel, Nortel). Deutschland hat schon die Computertechnologie abgegeben; jetzt verlieren wir eine weitere Schlüsseltechnologie.
Nokia ist nicht der erste Handy-Hersteller der Deutschland verläßt!
Nokia ist der letzte!
Es ist abzusehen, dass Nokia demnächst auch die ehemalige Netzsparte von Siemens (exCom, jetzt NSN) verlagern oder verhökern wird. Warum soll das, was BenQ gemacht hat, nicht noch einmal funktionieren: Die Serviceverpflichtungen werden in eine neue Firma ausgegliedert, das Hi-Tech- Know-how und die Kundendatei gehen nach Finnland und um die arbeitslosen Mitarbeiter müssen sich die deutschen Sozialsysteme kümmern.
Wer glaubt dann noch daran, dass ganz Deutschland zu den Gewinnern der EU gehört? Ach ja, wir sind ja Exportweltmeister! Gewinner sind genau jene Arbeitgeber und Unternehmen, die sich von der Differenz zwischen den Produktionskosten in Niedriglohnländern und den überzogenen Preisen in Hochlohnländern eine goldene Nase verdienen. Per Einkommensteuereform und drastischer Reduzierung der verhassten Lohnnebenkosten haben sich diese "Entrepreneurs" längst aus der sozialen Verantwortung in Deutschland verabschiedet. Sie, nicht Deutschland, sind die Exportweltmeister, weil ihre Wertschöpfung in Deutschland gegen Null geht.
Und die Sozialleistungen für Rente und Krankheit? Die werden aus den Arbeitseinkommen der arbeitenden Bevölkerung finanziert. Was aber, wenn aber immer weniger Sozialversicherungspflichtige diese Leistungen erbringen? Dann wird die demografische Keule aus der Tasche gezogen, siehe die "unersättlichen Alten" usw.
Es bleibt dabei, die ARBEITENDE Bevölkerung in Deutschland gehört zu den Verlierern der EU (-Osterweiterung) und der Globalisierung.
...."Dann kaufe ich halt kein Nokia mehr; "Basta""
Das ist eine sehr weise und weitreichende Entscheidung!
Ihre Geschäftsleitung
von Sunny-Erichsohn
Die Finnen denken sich wohl: "Spin nen die Deutschen? Hören Sie nicht zu? Das Werk wird dicht gemacht. Basta!"
Dann kaufe ich halt kein Nokia mehr; "Basta"
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