Brüssel hat für alles einen Geldtopf - auch für Globalisierungsopfer: Deutschland beantragt daraus Hilfen für frühere Nokia-Mitarbeiter.
Deutschland hat bei der EU-Kommission europäische Hilfen für entlassene Beschäftigte des früheren Nokia-Werks in Bochum beantragt. Der Antrag sei am Freitag eingegangen, sagte Kommissionssprecherin Chantal Hughes in Brüssel.
In Bochum hatten 2300 Nokia-Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren (© Foto: AFP)
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Die Bitte der Bundesregierung werde nun so schnell wie möglich geprüft. Angaben zur Höhe des gewünschten Zuschusses aus dem EU-Globalisierungsfonds machte die Sprecherin von EU-Sozialkommissar Vladimir Spidla nicht.
Nokia muss Nachweise erbringen
In Bochum hatten 2300 Nokia-Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren, als der finnische Handy-Hersteller im vergangenen Sommer die Fabrik im Ruhrgebiet schloss. Rund 1300 von ihnen durchlaufen eine Transfergesellschaft, um ihre Chancen am Arbeitsmarkt zu verbessern.
Der EU-Globalisierungsfonds soll bei der Umschulung und Jobsuche helfen, wenn Unternehmen aus Gründen weltweiter Konkurrenz ihre Produktion verlagern oder einstellen. Dafür stehen in diesem Jahr EU-weit 500 Millionen Euro bereit.
Das Bundesarbeitsministerium hatte Ende Januar bestätigt, dass es im Laufe des Februars einen Antrag stellen wolle, einen Betrag aber offen gelassen. Die Kommission muss nun prüfen, ob der deutsche Antrag alle Voraussetzungen erfüllt. Unter bestimmten Bedingungen ist dies nach früheren Angaben aus Brüssel möglich, obwohl Nokia die Herstellung der Handys aus dem Ruhrgebiet nach Rumänien verlagerte.
Der Hersteller müsse dafür aber nachweisen, dass seine Marktanteile aufgrund internationaler Konkurrenz geschrumpft sind.
Mehr als 800 Ex-Nokianer haben inzwischen wieder eine Arbeit. Nokia hatte seinen Beschäftigten Abfindungen bezahlt und einen zweistelligen Millionenbetrag für das Programm "Wachstum für Bochum" gegeben, das neue Stellen im Großraum Bochum schaffen soll.
Bisher waren die Mittel des Globalisierungsfonds nicht ausgeschöpft worden: Von einer Milliarde Euro in den Jahren 2007 und 2008 wurden nach Kommissionsangaben lediglich 67 Millionen Euro genutzt.
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(sueddeutsche.de/dpa/hgn/tob)
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auch den Artikel gelesen? Das Geld ist nicht fuer Nokia oder deren Mgmt, sondern fuer die AN.
Der kleine Mann soll es richten und das Management stopft sich die Taschen mit der Verlagerung der Arbeitsplätze nach Rumänien!
Der Steuerzahler soll löhnen!
sind was feines. Gibts irgendwo auf den Webseiten der EU eine Liste, welche Töpfe für weche Zwecke vorhanden sind? Am besten mit aktuellem Kassenstand, nicht dass ein Topf von allen überrannt wird. Wenn nur 67 Mio von 1 Mrd Volumen ausgeschöpft werden, dann müssten die Menschen über die diversen Fördermöglichkeiten einfach besser unterrichtet werden.
Übrigens wusste ich nicht, dass von meinen Steuern auch Globalisierungsopfer entschädigt werden. Da fühle ich mich gleich viel besser wenn ich das nächste mal meine Abrechnung sehe.
Ist schon interessant was Nokia so alles an Zuschüssen aus unser aller Taschen bekommt.
1.) Subventionen wenn sie nach Bochum gehen.
2.) Subventionen wenn sie nach Rumänien gehen.
3.) Subventionen für die Mitarbeiter die bei dieser Subventienshüpferei auf der Strecke bleiben.
4.) Subventionen die wir nicht wissen dürfen usw.
Da wundert es nicht, wenn unmoralische Unternehmen, für die auch Ethik ein Fremdwort ist nur noch die Hand aufhalten um sich auf Kosten der Allgemeinheit maßlos zu bereichern.
Wenn sich doch mal ein EU-Rechner hinsetzen würde um nachzurechnen was uns Nokia schon an Subventionen gekostet hat und wieviel Arbeitnehmer wir dafür im Vergleich einfach so hätten bezahlen können.