In Deutschland waren im vergangenen Monat so viele Menschen ohne Arbeit wie seit Kriegsende nicht mehr. Der Chef der Bundesagentur für Arbeit erklärt sich den neuen Anstieg damit, dass Sozialhilfeempfänger nun als Arbeitslose mitgezählt werden.

Insgesamt waren 177.000 Menschen mehr arbeitslos als im Januar. Die Februar-Zahl lag um 575.000 höher als vor einem Jahr, berichtete die Bundesagentur für Arbeit (BA). Die Arbeitslosenquote stieg um 0,5 Punkte auf 12,6 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie bei 11,1 Prozent gelegen.

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Saisonbereinigt ist die Arbeitslosenzahl in Deutschland im Februar um 161.000 auf 4,875 Millionen gestiegen. Im Westen nahm die um Witterungseinflüsse bereinigte Erwerbslosenzahl um 152.000 zu. Im Osten erhöhte sie sich laut BA um 9.000.

Der Vorstandschef der Bundesagentur, Frank-Jürgen Weise, sagte, die Zunahme erkläre sich zum größten Teil daraus, dass ehemalige Sozialhilfebezieher nunmehr als Arbeitslose registriert würden. Darüber hinaus hätten der Winter und die noch immer schwache Konjunktur zum Anstieg beigetragen, sagte Weise.

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(AFP/dpa/AP)