Noch ein Job Schröder baut Ostsee-Pipeline mit
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Gerüchte, er steige bei dem russischen Gaskonzern ein, hat Gerhard Schröder immer dementieren lassen. Nun geht er zwar nicht zu Gazprom, wird aber Aufsichtsratschef der Deutsch-Russischen Gesellschaft für Entwicklung und Bau der Ostsee-Pipeline.
Altbundeskanzler Gerhard Schröder soll nach Angaben des russischen Gasförderers Gasprom die Interessen der Aktionäre beim Betreiber der Ostsee-Gaspipeline vertreten. Das teilte der Gasprom-Vorstandsvorsitzende Alexej Miller am Freitag nach dem Baubeginn eines ersten Teilstücks der Röhre in der nordrussischen Stadt Wologda mit.
Weder Schröders Büro in Berlin noch das Bundeswirtschaftsministerium konnten die Angaben zunächst bestätigen.
Das Abkommen zum Bau der Pipeline war im September im Beisein von Schröder und des russischen Präsidenten Wladimir Putin in Berlin unterzeichnet worden.
An der North European Gas Pipeline (NEGP) ist der russische Konzern mit 51 Prozent beteiligt, die deutschen Konzerne E.ON und BASF mit jeweils 24,5 Prozent. Die 1200 km lange Pipeline durch die Ostsee soll erstmals 2010 russisches Gas nach Deutschland pumpen.
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In russischen Energiewirtschaftskreisen hieß es, Russlands Präsident Wladimir Putin habe sich für die Berufung Schröders eingesetzt. Er wolle damit dessen Leistung für die deutsch-russische Energiepartnerschaft würdigen.
Die Pipeline soll ab 2010 jährlich 27,5 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Sibirien nach Deutschland und Westeuropa transportieren. Sie soll auf 1200 Kilometern unter der Ostsee verlaufen. Die Kosten für das gesamte Unterwasser-Projekt werden auf rund vier Milliarden Euro geschätzt.
Erst kürzlich war bekannt geworden, dass Schröder künftig als Berater für den Schweizer Medien-Konzern Ringier tätig wird.