"Ich bin kein Hartz-IV-Typ, ich will arbeiten": Sechs Menschen berichten über Jobs, mit denen sie trotz langer Arbeitszeiten kaum ihr Leben finanzieren können.
Aufgeregt wird dieser Tage über Hartz IV gesprochen. Politiker schimpfen, dass manche Arbeitslose wie Schmarotzer auf Kosten des Staates lebten. Die Sozialleistungen müssten gekürzt werden, die Leute zur Arbeit gebracht werden. Es gibt aber auch Menschen, die arbeiten und trotzdem nicht genug Geld haben, um vernünftig zu leben.
Vollzeit beschäftigt und trotzdem nicht genug Geld zum Leben: In Deutschland ist das längst keine Seltenheit mehr. (© Grafik: sueddeutsche.de, Fotos: dpa/ddp)
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Was sagt man denen? Arbeitet mehr? Die Realität ist oft eine 50-Stunden-Woche und kein Urlaub, weil kein Geld dafür übrig ist. Ist das gerecht? Es gibt Politiker in Deutschland, die sprechen zurzeit oft über das "Lohnabstandsgebot": Ein Arbeitender muss mehr verdienen als ein Arbeitsloser. Dann sei es gerecht.
Die Frage ist: Was hilft es dem Arbeiter, wenn er mehr verdient als sein arbeitsloser Nachbar, aber immer noch zu wenig, um ordentlich zu leben? Es sind keine Einzelfälle, um die es geht. In Deutschland arbeitet jeder Fünfte zum sogenannten Niedriglohn: 6,5 Millionen Beschäftigte bekommen pro Stunde weniger als 9,62 Euro (im Westen) und 7,18 Euro (im Osten) brutto.
Sie arbeiten nachts, sie schleppen so lange Obstkisten, bis der Rücken zieht. Es ist nicht einfach, mit ihnen darüber zu sprechen. Viele wollen ihre Namen nicht in der Zeitung lesen, nicht einmal die ihrer Firmen, weil sie Angst haben, gekündigt zu werden. Oder weil sie im Rechtsstreit mit ihrem Arbeitgeber stehen.
Und manche schämen sich auch, weil sie Berufen nachgehen, die die Gesellschaft nicht achtet. Auch das sagt viel aus über die Situation der Niedriglöhner in Deutschland. Niemand von ihnen sagte aber, dass er mehr Geld wolle als ein Arbeitsloser. Es geht einfach nur um genug Geld zum Leben.
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DFB-Elf vor der Europameisterschaft
Jeder schaut auf die Niedriglöhne und Hartz4 Empfänger.
Die haben es nicht vermurkst,
aber die Unternehmer und die oberste Etage der Unternehmen
mit ihren unverschämten Gehälter und Bonis sind Schuld am Niedriglohnsektor.
Hier besteht ein unmittelbarer Zusammenhang.
Unten wurde wie eine Zitrone ausgepresst um es nach oben zu transformieren,oder zu entlassen.
Keine Politik hat sich hier eingemischt oder laut mokiert.
Die Wirtschaft hat mehr verbrochen als alle Hartz4 Empfänger.
Die machen nach was die Wirtschaft selber vormacht.
Die Wirtschaft hat keine Ethik und Moral.
Keiner fordert sie ein.
Die Wirtschaft regiert in Wirklichkeit,die Politik ist nur von Wirtschaft Gnaden abhängig.
Leider wird umgekehrt ein Schuh draus. Durch Niedriglöhne in Deutschland geraten die Lohne in anderen EU-Staaten in Bedrängnis. Inzwischen ist das auch in einigen Ländern erkannt worden und der Ärger über Deutschland nimmt zu. Nicht zu vergessen das Subventionsnomadentum und der Steuerwettbewerb nach unten. Damit das aber nicht genug ist, sollen nach FTD -Informationen Soros und Konsorten mit diversen Hedge-Fond daran arbeiten den Euro auszuhebeln. Klar ist, dass Goldman/Sachs wohl spekuliert durch die zweifelhaften Geschäftsgebaren mit Griechenland mit im Boot sitzt. Was übrigens niemanden ernsthaft überraschen kann! Und wenn man derartige Manipulationen kritisch wertet ist man für einige schlichte Gemüter ein "Linker". Frage, was ist aus den vollmundigen Versprechen diverser Politiker geworden?
26.02.2010 15:19:01
kilpikonna
auf den Punkt gebracht, so funktioniert die Mövenpickgesellschaft, man sollte den Neoliberalen den Zugang zu Kindergarten, Schulen, Ärzten, Alters- und Pflegeheimen streichen.
Gerade wurde dem erstaunten Publikum mitgeteilt, das die enorme Effektivitätssteigerung (Senkung der Lohnstücksosten) Deutschlands in den letzten Jahren hauptsächlich für die Schieflage der Eurozone verantworlich sind, weil die Menschen in den anderen Staaten eben nicht mit ihren Lohnforderungen zurück gehalten haben.
Jetzt droht, das Deutschland Griechenland und danach vieleicht Portugal und Spanien finanziel unterstützen muß. Das ist doch Irrsinn.
Passen wir uns doch stattdessen unseren Nachbarn an. Fordern wir mehr Lohne unf Gehalt. Uns geht es dann wieder besser und auch der Euro wird wieder stabil.
Verdi und Co übernehmen Sie.
Unabhängige Erwerbslosenberatung der Kirchen (ist kostenlos!).
Bei der evangelischen Kirche gibt es Sozialpfarrämter.
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