Auch wenn die Sorge vor Staatsfonds aus Russland und China umgeht - die großen Investitionen kommen aus ganz anderen Ländern.

Im vergangenen Jahr sind die ausländischen Direktinvestitionen weltweit kräftig gestiegen: Rund 1,3 Billionen Dollar investierten Unternehmen im Ausland, knapp 40 Prozent mehr als im Vorjahr, berichtet die Uno-Kommission für Handel und Entwicklung (Unctad) in ihrem neuesten Weltinvestmentreport.

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(© Quelle: Wer gehört zu wem - das Buch im Internet (Mai 2007))

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Meist flossen die Investitionen in die Vereinigten Staaten, immerhin 41 Prozent aber auch in die EU-Länder. Das Geld kommt überwiegend aus den großen Industriestaaten - lediglich 16 Prozent stammten im vergangenen Jahr aus den Schwellenländern.

Auch in Deutschland kommen die großen Beteiligungen aus den Industrieländern, ganz vorne liegen die Investoren aus den unmittelbaren Nachbarstaaten. Gemessen an der Beteiligung am Nominalkapital liegen niederländische Unternehmen mit knapp fünf Milliarden Euro auf Platz eins, zeigt eine Auswertung von sueddeutsche.de. Frankreich folgt mit 4,5 Milliarden Euro auf dem zweiten Rang, erst auf dem dritten Platz liegen die Vereinigten Staaten.

Das bestinvestierte Schwellenland ist Südkorea. Hier stammt das größte Investment von Hanjin Shipping, die an der Frachtschifffahrtsgesellschaft Senator Lines beteiligt ist. Auf den Plätzen 17 und 18 liegen mit Kuweit und der Türkei ebenfalls zwei Emerging Markets.

Das größte Einzelengagement - wiederum gemessen am Nominalkapital - stammt indes aus Italien: Unicredito hält mehr als zwei Milliarden Euro an der Hypo-Vereinsbank.

Auf Rang zwei findet sich die französische Aventis, in der der Pharmakonzern Hoechst aufgegangen ist. Auf Platz acht findet sich der erste Finanzinvestor: Es sind die nominal 484 Millionen Euro, die das US-Unternehmen Blackstone Group an der Deutschen Telekom hält.

Auf Platz 17 findet sich mit der Capital Group Companies eine weitere Investorengruppe, die zehn Prozent an Bayer hält. Direkt dahinter liegt das Emirat Kuweit mit der Beteiligung an Daimler.

Die russischen Unternehmen sind in Deutschland bislang nur spärlich vertreten- meist mit Investitionen in deutsche Tochtergesellschaften. Die größte Beteiligung hält Vneshtorgbank an der VTB Bank, die früher Ost-West-Handelsbank hieß. An diesem Institut sind auch mehrere andere russische Unternehmen beteiligt.

Die Vneshtorgbank ist das größte Geldhaus Russlands. Es hält überdies eine Beteiligung von sieben Prozent an EADS. Die EADS sitzt allerdings rechtlich in den Niederlanden und taucht darum in der Statistik nicht auf.

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(sueddeutsche.de)