Nur noch drei Zahlen wird sich der Kunde laut Mehdorn künftig merken müssen: 25, 50, 100. Neu ist auch: Bahncards und Sparpreise sind grundsätzlich nicht mehr kombinierbar.

Die Bahncard-Familie: Statt einer Bahncard soll es künftig drei davon geben:

Anzeige

- Die BAHNCARD 25 - für 25 Prozent Rabatt - kostet für die zweite Klasse 50 Euro und für die erste Klasse 100 Euro, ist also billiger als ihre Vorgängerin. Sie lohnt sich laut Mehdorn für jeden, der für mindestens 200 Euro pro Jahr zweiter Klasse Bahn fährt. Weiterhin gilt die Familienregelung: Erwirbt ein Familienmitglied die Karte zum vollen Preis, bekommen sie alle übrigen für fünf Euro.

- Die BAHNCARD 50 ist mit 200 Euro für die zweite und 400 Euro für die erste Klasse deutlich teurer als die alte 50-Prozent-BahnCard. Dafür wird sie für Senioren ab 60 Jahren, Schüler und Studenten bis 26 Jahre, Schwerbehinderte und Ehe- oder Lebenspartner zum halben Preis angeboten. Eigene Kinder unter 15 Jahren fahren umsonst mit. Außerdem ist sie erstmals mit dem Mitfahrer-Rabatt kombinierbar. Diese Variante soll sich für alle rechnen, die mindestens 600 Euro pro Jahr für Bahntickets zweiter Klasse ausgeben.

- Die BAHNCARD 100 ist der neue Name für die Netzkarte, die Vielfahrern ein Jahr lang freie Fahrt auf allen Bahnverbindungen ermöglicht. Sie kostet für die zweite Klasse künftig 3000 statt 3350 Euro; für die erste Klasse sinkt ihr Preis von 5250 auf 5000 Euro. Auch hier gilt die Regel, dass eigene Kinder bis 14 Jahre kostenlos mitfahren.

Der Übergang: Die alte oder neue BahnCard 25 bleibt noch bis zum 30. September kommenden Jahres mit den Frühbucher-Rabatten kombinierbar. Erhalten bleibt darüber hinaus der MITFAHRERRABATT von 50 Prozent, und er wird weiter mit allen anderen Rabatten kombinierbar sein. Für alle derzeitigen BahnCard-Besitzer - also auch für alle, die noch Ende vergangenen Jahres die alte BahnCard 50 gekauft haben - gilt: Sie können ihre alte Karte gebührenfrei gegen eine neue umtauschen.

Die Sparpreis-Familie: Statt drei Frühbucher-Rabatten von zehn, 25 und 40 Prozent gibt es künftig nur noch zwei: 25 oder 50 Prozent können Fahrgäste sparen, die bis zu drei Tage im Voraus einen bestimmten Zug buchen. Das Ob und Wieviel des Rabatts hängt allerdings weiterhin von Kontingenten, also von der Auslastung der gewünschten Züge ab. Im Klartext: Je voller der Zug, desto niedriger der Rabatt. Leicht gelockert wird die Wochenendbindung: Bisher gab es den höchsten Rabatt nur, wenn zwischen Hin- und Rückreise eine Nacht von Samstag auf Sonntag lag. Künftig soll der "Sparpreis 50" am Wochenende auch gelten, wenn der Kunde an einem Tag, also am Samstag oder Sonntag, hin- und zurückfährt.

(sueddeutsche.de/AFP)

Leser empfehlen