Neuer Chef des Aufsichtsrats Lufthansa-Eigner erteilen Mayrhuber Denkzettel

Mit seinem Rückzug vom Rückzug hat der frühere Lufthansa-Vorstandschef Mayrhuber Vertrauen verspielt: Nur 63 Prozent der Aktionäre stimmten in der Hauptversammlung für seine Entsendung in den Aufsichtsrat - alle anderen Kandidaten wurden mit mehr als 85 Prozent gewählt.

Nach dem Zickzack-Kurs um seine Aufsichtsratskandidatur ist der frühere Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber der Einzug in das Gremium nur mit einem schwachen Ergebnis. Auf der Hauptversammlung in Köln stimmten am Dienstagabend 63 Prozent der Aktionäre für die Entsendung Mayrhubers in den Aufsichtsrat.

Mayrhubers Wahl war das schwächste Ergebnis aller zehn vorgeschlagenen Vertreter der Anteilseigner. Alle anderen Kandidaten der Kapitalseite wurden mit 85 Prozent und mehr gewählt.

Mayrhuber erzielte damit auch ein deutlich schwächeres Ergebnis als sein Vorgänger Jürgen Weber, der vor fünf Jahren auf 81,1 Prozent gekommen war.

Im Anschluss an die Hauptversammlung ernannte das auf fünf Jahre gewählte Kontrollgremium Mayrhuber zu seinem neuen Vorsitzenden.

Der Österreicher hatte am Vortag seine Kandidatur für den Aufsichtsrat der Lufthansa zunächst wegen heftiger Kritik von ausländischen Großaktionären aufgegeben und zwölf Stunden später aber den Rückzug vom Rückzug verkündet. Auf der Hauptversammlung musste er sich dafür viel Kritik anhören.