Neue Zeiten in Deutschland: Aktionäre dürfen enteignet werden und der Bund soll bei Opel einsteigen. SZ-Wirtschaftschef Ulrich Schäfer im Video-Interview über die Krise der Marktwirtschaft.
"Wahnsinn!", "Verrat!" - Politiker und Unternehmer ächzen, weil die Bundesregierung das Recht auf Enteignung jetzt gesetzlich verankert hat.
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Und dann der Fall Opel: Womöglich beteiligt sich Deutschland an dem Automobilhersteller, um dessen Überleben und viele Jobs zu sichern.
Was ist los? Ist das die Pleite des Kapitalismus? Sozialismus 2.0?
Ulrich Schäfer, Leiter der Wirtschaftsredaktion der Süddeutschen Zeitung, nimmt in der sueddeutsche.de-Interviewreihe "Nachgefragt" Stellung.
Ein Enteignungsgesetz für die Hypo Real Estate und der Bund erwägt einen Einstieg bei Opel - erleben wir gerade den Sozialismus 2.0?
Ist die freie Marktwirtschaft gescheitert?
Sollte der Staat die Arbeitsplätze bei Opel retten?
Welches sind die Lehren aus der Wirtschaftskrise?
- Banker Sündenböcke des Systems 16.02.2009
- Hypo Real Estate Die Pflicht zur Enteignung 15.02.2009
- Opel-Mitarbeiter "Das ist doch alles der helle Wahnsinn" 18.02.2009
(sueddeutsche.de/mel/hgn)
Linke mit neuer Führung
Eine besonders grosse Enteignungsorgie die viele Finanzschwache in den totalen Ruin trieb. Da ist mir nicht wichtig ob nun irgend welche Aktionäre enteignet werden, die haben immer noch genug Geld im Säckel um gut zu leben.
Cross-Border-Leasing auf dem Arbeitsmarkt - die Idee! In Nullkommanix auf dem Level von indonesischen Tagelöhnern und staatlich endlich offiziell dem einer Bananenrepublik.
Das Interview ist leider sehr oberflächlich. Was Schäfer dort sagt, ist hinlänglich bekannt. Lediglich seine Forderung, die Banken, insbesondere die HRE zu retten, aber beispielsweise die Auto-Industrie ihre Probleme selbst lösen zu lassen, bewegt sich ziemlich auf der einfaltslosen Ebene der Industrieverbände und, natürlich, der FDP und dem Wirtschaftsflügel der CDU/CSU. Leider haben die Protagonisten noch nicht erkannt, dass sie von der Realität längst überholt worden sind. Immerhin haben andere Staaten Milliarden schwere Rettungspakete für die Autoindustrie zur Verfügung gestellt. Es ist außerdem wohlfeil und heuchlerisch, mit einigen bedauernden Floskeln den Mitarbeitern von, sagen wir, Opel im Falle einer Schließung sein Bedauern auszudrücken. Der Vorschlag, Investoren für Opel zu suchen ist, ist mehr als trivial, weil sich so ohne weiteres und vor allem kurzfristig keiner finden lässt. Es kann auch nicht sein, dass der Staat mit Bürgschaften einsteigt ohne Gegenwert. Es muss schon sicher gestellt werden, dass das Unternehmen Gewinne an den Staat abführt. Somit gibt es wenig Alternativen. Außerdem war von Anfang an klar, dass auch andere Firmen um Unterstützung bitten würden.
@ laVictoria
ich kann die Videos zwar nicht abspielen, aber im Gegensatz zur taz, wo man deutlich sagt, dass es ein Fehler sei, ein kaputtes System mit Geld aufzufüllen, hält die SZ den Altsystematikern prinzipiell die Stange.
ihr könnt ruhig die Schiene "Pöhser Sozialismus" fahren und dem Volk weismachen, es wäre *sozial* Millionäre und Milliardäre, Millionen und Milliarden nachzuschmeissen und es von den kleinen Bürgern zu nehmen. Ich trau mir wetten, daß 95% in D mittlerweile schon so verblö det sind und dies sogar auch noch glauben. Das ändert aber genau 0 und Nichts daran, daß es in der nächsten Zeit so abwärts gehen wird, auch für euch persönlich, wie ihr es euch in euren schlimmsten Albträumen noch nicht vorstellen könnt.Deutschland mutiert dann zum degenerierten Armenhaus und der Rest der Intelligentia verlässt das Land. Auf jeden Fall braucht man dann keine Sueddeutsche und auch keinen Spiegel mehr.
1 "Volksbildzeitung" mit bunten Bildchen drin genügt dann völlig.
Herzlichen Glückwunsch zum kollektiven Harakiri!
Paging